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1.8 Breaking borders in Basel

Am 31.7. gegen 19 Uhr sind wir in Freiburg angekommen. Die Infoladen Gruppe vom Autonomen Zentrum KTS hat uns mit einem Essen willkommen geheißen und uns im Anschluss ihr Projekt und Zentrum vorgestellt.

Am folgenden Morgen, dem 1.8., welcher auch der Nationalfeiertag in der Schweiz war, sind wir nach Weil am Rhein, an der Grenze zu Basel gefahren und haben uns mit Aktivist_innen von der Schweizer Seite getroffen. Wir haben uns an einer grünen Stelle nahe dem Impulsiv Freizeitcenter in der Baslerstraße versammelt. Hier haben wir unsere Banner aufgehangen, Musik gespielt und nach einer Stunde den 500 Meter langen Weg in Richtung Grenze gestartet. Begleitet von der Demo-Samba-Gruppe „Rhytms of Resistance“, die uns mit Musik und Slogans unterstützt haben, sind wir gemeinsam singend und rufend zur Grenze gelaufen. Als wir bei der Grenze ankamen, haben uns aus Solidarität mit unsere Aktion schon ein paar Flüchtlinge von der Schweizer Seite dort gestanden.

Wir haben eine Rede verlesen und einige große Ballons mit der Botschaft „RISE UP against borders“ fliegen gelassen. Wir hatten auch einige kleinere Ballons auf denen die Frauen und Kinder ihre Botschaften in verschiedenen Sprachen geschrieben hatten und die sie über die Grenze in die Schweiz werfen wollten. Das war schwierig, da es viel Verkehr gab und die Polizei uns daran hinderte, die Straße zu überqueren.

Trotzdem hat sich eine mutige Flüchtlingsfrau über die Grenze gewagt und ist 20 Minuten innerhalb der Schweiz herum gelaufen. Sie kehrte um, als sie bemerkte, dass ihr Telefonnetz nicht mehr funktionierte, da sie Angst davor hatte nicht mit der Gruppe kommunizieren zu können.

Nach einer Stunde sind wir zum Ausgangspunkt zurück gekehrt und haben zusammen gegessen, was die Schweizer Gruppe für uns vorbereitet hatte. Nach etwas Musik, auch live von der Schweizer Rapperin KimBo, haben wir gegen 16 Uhr Weil am Rhein verlassen und sind zurück zu unsren Schlafplätzen nach Freiburg gefahren.

Hier ist ein Fernseh-Beitrag über die Aktion und hier ein guter Bericht mit Fotos

Am 2.8. sind einige von uns zu den nahegelegenen Lagern gefahren, um Frauen für den Empowerment Workshop zu mobilisieren und mit den Frauen die dort leben zu sprechen. Einige haben uns erzählt, dass sie die letzten 7 Jahre dort verbracht haben, darunter einige Familien, deren Kinder im Lager geboren sind.

Der Workshop fand am Nachmittag statt und wir hatten über 40 Teilnehmerinnen. Einige von ihnen kamen extra aus dem 2 Stunden entfernten Erstaufnahmelager in Donaueschingen, andere waren Flüchtlingsfrauen aus Weil am Rhein  und Lörrach, die wir am Tag zuvor auf der Demo getroffen und eingeladen hatten.

Die Frauen erzählten von verschiednenen Problemen:

  1. Viel der Flüchtlingsfrauen und deren Familien sind durch die Angst vor Abschiebungen, in die Länder, wo ihre Fingerabdrücke sind, traumatisiert. Eine Frau teilte mit uns die Geschichte ihres Mannes, der aufgrund von Stress und Traumatisierung durch Abschiebung, kürzlich Suizid begangen hatte.
  2. Die Frauen berichteten auch, wie schwierig es für sie sei sich selbst zu organisieren. Da es wenig Aktive gibt, die im Beratungsbüro und Frauencafé organisiert sind, brauchen sie mehr Unterstützung.
  3. Die Anwält_innen, die sie haben waren vielen keine Hilfe, obwohl sie ihnen viel Geld gezalt haben.
  4. Gesundheitliche Probleme waren auch ein Thema. Einige leiden und es gibt keine angemessene Behandlung.
  5. Probleme mit Dokumenten und Wohnraum sowie Rassismus.
  6. Diskriminierung ist auch große Probleme, die ihnen begegnen.

In Anbetracht der ganzen Probleme sind wir offen dafür die Flüchtlingsfrauen darin zu unterstützen ihre eigene Gruppe aufzubauen und mit uns weiterhin in Verbindung zu bleiben.

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