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Covid- 19 Pandemie: #SocialDistanceIsAPrivilege – Einhaltung der Regeln zur Sozialen Distanz ist in Lagern eine Unmöglichkeit

Am 21.04.2020 erfuhren wir, dass im Lager in Hennigsdorf im Bezirk Oberhavel, 20 Flüchtlinge positiv auf den Corona Virus getestet wurden. Im selben Lager, nur einen Steinwurf von Berlin entfernt, wurden 300 Flüchtlinge unter Quarantäne gesetzt während sie nun getestet werden. Andere Lager, wie in der Zeppelinstr. in Potsdam und noch weitere in Berlin sind bereits unter dem Status der erzwungenen Quarantäne. Hennigsdorf ist nur ein Beispiel eines sogenannten „Übergangswohnheim“, in den Flüchtlingen eigentlich nur für einen kurzen Zeitraum bleiben sollen, um dann eigenen Wohnraum zu finden. 

In diesen sogenannten „Übergangswohnheim“ leben Flüchtlinge manchmal über 10 Jahre. Sie teilen sowohl ihr Zimmer, was nicht mehr als 6m² umfasst, als auch die Toiletten-, Duschräume und die Küche. Die meisten werden durch diese Situation depressiv und traumatisiert. Andere begehen Selbstmord, weil sie nicht mehr weiterwissen. Zusätzlich zu dem sind Frauen dort ohne Schutz und erfahren vermehrt körperliche Gewalt und sexuelle Übergriffe von Männern innerhalb und außerhalb dieser erzwungenen Gemeinschaftsunterbringung.

Der Mord aus dem letzten Jahr an unsere Schwester Rita berichtet genau davon (siehe unseren Artikel).

Unser Wahlkampf „Keine Lager für Frauen und Kinder, Alle Lager abschaffen“ basiert auf diesen Fakten, die wir alle selbst erlebt haben. 

Die Situation der Unterkünfte bringt einen finanziellen Vorteil für viele Unternehmen. Deshalb fällt es den Zuständigen auch in diesen Zeiten besonders schwer für die Flüchtlinge während der Corona Krise eine alternative Unterkunft zu organisieren und die Katastrophe und das Ausbreiten des Virus‘ zu vermeiden. Die stetige Weigerung der Regierung die Lager jetzt zu schließen, wird sie in Zukunft mehr kosten, als die Umverteilung in sichere Unterkünfte – Orte an denen die Regeln zur Sozialen Distanz bewahrt werden könnten.

Dies bringt uns zurück zu der Frage, wie lange es dauern wird bis die Zuständigen erkennen, dass Covid-19 eine Katastrophe für die Flüchtlinge in den Lagern ist. Die erzwungenen Massenunterkünfte sind keine Lösung, sondern ein Problem. Women In Exile und viele andere Organisationen fordern die Schließung der Lager bereits seit langer Zeit. Seit dem Ausbruch des Corona Virus sind noch viele weitere Organisationen dazu gekommen, die gemeinsam für die Schließung der Lager kämpfen. Durch online Aktionen und Pressemitteilungen wird zurzeit tagtäglich gefordert, Flüchtlinge in den zur Zeit leer stehenden Ferienwohnungen und Hotels unterzubringen, um eine Massenkatastrophe zu verhindern.

Deshalb fordern wir wie immer:

„Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen!!!“

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