{"id":1155,"date":"2014-05-12T17:11:00","date_gmt":"2014-05-12T15:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.women-in-exile.net\/?p=1155"},"modified":"2026-04-16T22:00:27","modified_gmt":"2026-04-16T20:00:27","slug":"sonntag-18-mai-aktionstag-_-care-revolution-queer-feministischer-aktionstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.women-in-exile.net\/en\/netzwerk\/sonntag-18-mai-aktionstag-_-care-revolution-queer-feministischer-aktionstag\/","title":{"rendered":"Sonntag 18.Mai Aktionstag _ Care Revolution: queer-feministischer Aktionstag"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.women-in-exile.net\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/care-revolution1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.women-in-exile.net\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/care-revolution1-150x150.jpg\" alt=\"care-revolution1\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1159\" \/><\/a><strong>Care Revolution Aktionstag, Blockupy-Aktionswoche<br \/>\n&#8211; unabh\u00e4ngige queer-feministische Mobilisierung &#8211;<br \/>\nSonntag, 18.Mai 2014, 12-18 Uhr, Lausitzer Platz<\/strong><\/p>\n<div class=\"hyphenate text\" lang=\"de\">Politiker_innen klopfen sich auf die Schulter: aus der Finanzkrise sei das Land gest\u00e4rkt und ohne gr\u00f6\u00dfere Blessuren hervorgegangen. Doch auf wessen Kosten gehen die Ma\u00dfnahmen, die als \u201eKrisenl\u00f6sungen\u201c verkauft werden? Und was ist eigentlich mit der Krise der sozialen Reproduktion und der Care-Arbeit?<br \/>\nWir sagen: Ein gutes Leben f\u00fcr alle Menschen ist im Kapitalismus nicht zu haben. Das wirkt sich auch auf die Bedingungen aus, unter denen Care-Arbeit geleistet wird: Verst\u00e4rkt durch die Krise nehmen K\u00fcrzungen im sozialen Bereich zu. Dagegen b\u00fcndeln sich unter dem Motto \u201eCare Mob\u201c oder \u201eCare Revolution\u201c seit 2 Jahren Initiativen und Aktionen, die auf die permanente Krise im Care-Bereich aufmerksam machen wollen.<br \/>\nUnsichtbare Arbeit muss sichtbar werden: Wer bringt die Kinder zur Kita? Wer pflegt die kranke Mitbewohnerin? Wer k\u00fcmmert sich um Opa, kauft ein, w\u00e4scht ab, trocknet Tr\u00e4nen und h\u00e4lt die Freund_innen zusammen? Das sind alles Arbeiten, die meist unbezahlt, gering gesch\u00e4tzt und vielfach von Frauen geleistet werden. Aber auch bezahlte Care-Arbeit steht unter einem enormen Druck: Sie soll von m\u00f6glichst wenigen Besch\u00e4ftigten in immer k\u00fcrzerer Zeit und f\u00fcr immer weniger Geld erledigt werden. Assistenzarbeit, mobile Altenpflege, Kinderbetreuung, Krankenpflege, soziale Arbeit, usw. leiden darunter immens. Dadurch steigen in vielen Bereichen Zeitdruck und Belastungen; soziale Ausschl\u00fcsse, Diskriminierungen und Rassismus nehmen zu.<br \/>\nDas muss sich \u00e4ndern! Deswegen wollen wir den 18.05. nutzen, um uns \u00fcber die Care-L\u00fccken in unserem eigenen Leben auszutauschen und um \u00fcber Organisierungsm\u00f6glichkeiten und gesellschaftliche Alternativen zu diskutieren.<\/p>\n<p><strong>Vortr\u00e4ge, Workshops, Mitmachausstellung, Stadtspaziergang, open mic, Vok\u00fc, Kuchen<\/strong><br \/>\nEs gibt Kinderbetreuung von 12-18 Uhr.<\/p>\n<p><strong>PROGRAMM<\/strong><br \/>\n<strong>Beginn 12:00 Uhr<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Kundgebungsbeitr\u00e4ge:<br \/>\n<strong>Hebammen-Proteste:<\/strong> Der drohende Verlust der Haftpflichtversicherung f\u00fcr Hebammen gef\u00e4hrdet den Erhalt des Hebammenberufs. Es fehlt eine politische Regelung, die der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird!<br \/>\n<strong>Care-L\u00fccken:<\/strong> Gesundheitsversorgung bei Schwangerschaft und Geburt weist Finanzierungs- und Versorgungsl\u00fccken f\u00fcr behinderte Frauen und Frauen ohne Papiere auf. Es spricht BALANCE Schwangerschaftsberatungstelle.<br \/>\n<strong>Wer lebt mit wem? Warum? Und wie?<\/strong> &#8211; das selbstorganisierte Sommercamp f\u00fcr Kinder, Jugendliche, deren Hauptbezugspersonen, Eltern, Co-Eltern, (Wahl-)Verwandte, Mitbewohner_innen, Freund_innen, Menschen mit und ohne Verantwortung f\u00fcr Kinder und f\u00fcr alle anderen Interessierten! (www.wer-lebt-mit-wem.de, Camp vom 15.-20.August 2014 in Escherode bei Kassel)<br \/>\n<strong>Gesundheitsversorgung von Obdachlosen und institutioneller Ausgrenzung:<\/strong> Ein Care-Arbeiter spricht \u00fcber Versorgungsl\u00fccken und wie sie System haben.<\/p>\n<p><strong>ca. 13 Uhr<\/strong><br \/>\nKundgebungsbeitrag: <strong>Zur Situation der Care-Arbeit in der Pers\u00f6nliche Assistenz f\u00fcr Menschen mit Behinderung und wie Verbesserungen erstritten werden k\u00f6nnen<\/strong>, es spricht: ver.di-Betriebsgruppe bei den Berliner Assistenzbetrieben und Unabh\u00e4ngige Arbeitnehmer_innenvertretung in der Pers\u00f6nlichen Assistenz<\/p>\n<p><strong>ca. 13:30-14:15 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Talkrunde Gesundheit<\/strong> mit Kirsten Schubert, Vorstandsmitglied, Verein demokratischer \u00c4rztinnen und \u00c4rzte e.V.<\/p>\n<p><strong>ca. 14:15-15:00 Uhr<\/strong><br \/>\nWorkshop:<strong> Die Freiheit nehm `ich mir \u2026 Sexualit\u00e4t leben \u2013 wider die Moral<\/strong><br \/>\nModeration: Stephanie Klee, move e.V. Berlin<br \/>\nSelbstbestimmte Sexualit\u00e4t ist ein Menschenrecht und birgt Ressourcen f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben. Gleichzeitig normieren gesellschaftliche Moralvorstellungen den Umgang mit K\u00f6rpern und Sexualit\u00e4t. Dagegen wehren sich Menschen die ihre sexuellen Rechte einfordern und Menschen, die sich gegen Diskriminierung wehren sowie Sexarbeiter_innen, die f\u00fcr Rechte und Freiheiten f\u00fcr ihre Arbeit k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>ca. 15:00 \u2013 16:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Alternative Wohnkonzepte:<\/strong> Jung und Alt, Kollektiv, Feministisch<br \/>\nGisela Notz Historikerin, Feministin und Autorin<br \/>\nspricht \u00fcber die Entwicklung kollektiver Wohnformen (z.B. Beginenh\u00f6fe) und \u00fcber Geschlechterrollen in Pflege und Sorge. (30 min. Input mit anschlie\u00dfender Diskussion.)<\/p>\n<p><strong>16:00-17:00 Uhr Stadtspaziergang:<\/strong><br \/>\nZu Fu\u00df werden wir verschiedene Ort besuchen und Interessantes zu<br \/>\ncouragierten Frauen, feministischen K\u00e4mpfen und zur Berliner Geschichte erfahren. Die Tour dauert ca. 1 Stunde und endet am Oranienplatz zwischen U-Bahnhof Moritzplatz und Kottbusser Tor.<br \/>\nVon Andrea Heubach von FRAUENTOUREN (An dem Stadtrundgang k\u00f6nnen all gender, also alle Geschlechter teilnehmen.)<\/p>\n<p><strong>ca. 16:00-17:00 Uhr<\/strong> Workshop:<strong> \u201eKinder in Ruhe lassen\u201c<\/strong> Wie kann ein Zusammenleben mit Kindern Machtungleichheiten zwischen Alt und Jung (Adultismus) entgegenwirken und wie gehen wir mit Geschlechterrollenzuweisungen um und schaffen R\u00e4ume f\u00fcr queere<br \/>\nLebensweisen. Dar\u00fcber wollen wir uns mit euch austauschen.<br \/>\nSelbstorganisierte Eltern-Kind-Gruppe<\/p>\n<p><strong>ca. 17:00-18:00 Uhr<br \/>\nWorld Cafe zu Sorgearbeit im Alltag:<\/strong> In kleinen Gruppen wollen wir uns austauschen und Ideen entwickeln, wie Sorgearbeit im Alltag uns betrifft, wo Probleme entstehen, was wir brauchen und uns w\u00fcnschen und wie wir uns organisieren k\u00f6nnen.<br \/>\nvon queer-feministischen Aktivist_innen<\/p>\n<p><strong>ca. 17:30 Uhr<br \/>\nKundgebungsbeitr\u00e4ge:<\/strong><br \/>\n<strong>Kampagne f\u00fcr Opfer rassistischer Polizeigewalt:<\/strong> Racial Profiling geh\u00f6rt zum Alltag vieler nicht weiss-deutsch<br \/>\naussehender Menschen, d.h. Personalkontrollen auf Grund des Aussehens durch die Polizei. Wie k\u00f6nnen wir uns sch\u00fctzen und welche Rechte gibt es?<br \/>\n<strong>Steigende Mieten und Verdr\u00e4ngung! <\/strong>Wer kann sich Wohnen noch leisten?<br \/>\nEin Pfleger aus der Charit\u00e9 berichtet vom <strong>Kampf um<br \/>\nMindestpersonalbesetzung im Krankenhaus<\/strong>. Doppelschichten, \u00dcberlastung der Mitarbeiter und fr\u00fchzeitige sogenannte blutige Entlassungen der Partient_innen gef\u00e4hrden die Gesundheit aller. Gefordert wird eine Quote von 5:1 und f\u00fcr Intensivstationen 2:1 !<br \/>\n<strong><br \/>\n18:00 Uhr Abschlussworte: Care Revolution!<\/strong><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/berlin.blockupy-frankfurt.org\/\">http:\/\/berlin.blockupy-frankfurt.org\/<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/care-revolution.site36.net\/\">http:\/\/care-revolution.site36.net\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Care Revolution Aktionstag, Blockupy-Aktionswoche &#8211; unabh\u00e4ngige queer-feministische Mobilisierung &#8211; Sonntag, 18.Mai 2014, 12-18 Uhr, Lausitzer Platz Politiker_innen klopfen sich auf die Schulter: aus der Finanzkrise sei das Land gest\u00e4rkt und ohne gr\u00f6\u00dfere Blessuren hervorgegangen. Doch auf wessen Kosten gehen die Ma\u00dfnahmen, die als \u201eKrisenl\u00f6sungen\u201c verkauft werden? 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