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Gerichtsverfahren zum rassistischen Angriff in Henningsdorf

-English below-

Gerichtsverfahren zum rassistischen Angriff gegen zwei geflüchtete Frauen und ein Kind im Henningsdorfer NP Supermarkt:

(siehe auch: Protokoll der Prozessbeobachtung)

cropped-dsc3051-ii-copy-sm2 Die Anhörung im Fall der zwei Flüchtlingsfrauen uns des Kindes aus Henningsdorf, die im NP Supermakrt in Henningsdorf mit einer Pistole am Kopf bedroht und stark beschimpft wurden, fand am 12.09. in Oranienburg statt.

Die Beschreibung des Tathergangs liest sich wie das Drehbuch eines Western:

Am 25.01.2015 wollten die zwei geflüchteten Frauen und das Kind gerade an der Kasse für ihre Einkäufe zahlen, als ein Mann eine Pistole auf sie richtete und begann, rassistische Beleidugungen zu schreien. Niemand reagierte darauf, obwohl andere Menschen in der Kassenschlange anstanden. Die Kassiererin fuhr einfach mit ihrer Arbeit fort. Nachdem sie bezahlt hatten und hinausgingen, folgte der Mann den Flüchtlingsfrauen und dem Kind. Weiterhin beschimpfte er sie und richtete die Pistole auf sie. Eine der beiden Frauen konnte gut Deutsch und konnte alle beleidigenden Ausdrücke verstehen.

Der Täter zeigte direkt seine rechte politische Einstellung, indem der ein typisches Symbol benutzte, den sogenannten Hitlergruß.

Ein Fußgänger, der diese Szene beobachtete, griff ein und forderte den Täter auf, die Frauen in Ruhe zu lassen.

Er informierte auch die Polizei darüber, dass jemand mit einer Pistole Frauen, die auf dem Weg zum Lager waren, bedrohte und ihnen folgte. Die Flüchtlingsfrauen gingen zurück zum Lager und die Polizei kam später, om ihre Aussagen aufzunehmen.

Als der Fall zum Gericht begracht wurde, lautete die Anklage: Gebrauch von Symbolen, die nach dem deutschen Grundgesetz verboten sind.

Es ist die Pflicht des Staates, dem nachzugehen. Tatsächlich wurde er zu einigen Monaten Gefängnis verurteilt.

Es gab keinerlei Focus auf die Opfer in der Situation, niemand fragte danach, wie dieser rassistische Vorfall auf die Frauen, die ihn überlebt hatten und die ganze migrantische und Geflüchteten-Communiy auswirkte.

Nein, es waren der Verteidiger und der Richter, die sogar noch Argumente zur Legitimierung der Tat lieferten: Er war betrunken und vielleicht von den Medien und den Berichten über die Ereignisse der Silvesternacht in Köln vor einigen Wochen beeinflusst…

Es ist einer von vielen Fällen von Hate Crime und Rassismus, die außerhalb der Flüchtlingslager begangen werden. Die Entschuldigungen für die Tat – Alkohol und Medienberichterstattung über Köln – wurden im Verfahren so dargestellt, als hätten sie in der ganzen Sache eine zentrale Rolle gespielt.

Rassismus ist ein Krebsgeschwür, das innerhalb und außerhalb der Lager entwurzelt werden muss. Diese kriminellen Taten müssen in die Öffentlichkeit gebracht werden, die Täter müssen verfolgt und entsprechend bestraft werden.

Court process of the racist attacks against two refugee women and a child in Hennigsdorf NP Supermarket:

The hearing of the case of the two refugee women and a child from Hennigsdorf; whom a gun was pointed at and racially insulted in an NP Supermarket, took place in Oranienburg on 12.09.2016.

The description of the scenario was something like a western movie script:

On 25.01.16, two refugee women and a child were on the counter about to pay for their wares when a man pointed a gun on them and started shouting racist insults at them. Nobody reacted to this scenario; although other people were on the queue waiting to pay. The cashier went on with her business. After paying and walking out the man followed the two refugee women and the child, continued insulting and pointing the gun on them. One of the women could understand good German and was able to understand the abusive words.

The perpetrator showed his right wing political commitment by showing a typical symbol, the so called Hitlergruß.

A pedestrian who saw this scenario interfered and asked the man to leave the women alone.

He also called and informed the police that someone with a gun was threatening and following women who were on their way to the camp. The refugee women went back to the camp and the police came later and took their statements.

When this case was brought to court, the state accused the man for using symbols against the German constitution.

It is the states duty to persecute people who do so. Actually he was sentenced to go to prison for a couple month.

There was no focus on the vivtims situation, nobody asked how these racist incidents affect the women who survived and the whole migrant and refugee community.

It was the perpetrators defender and the judge who gave him arguments to justify his crime: He was drunk and probably he had been influenced by the media and the reports about the incidents in Köln a few weeks ago..

This is just one of the many cases of hate and racism outside the camps and the excuses of alcohol and media sensation from the new year`s eve in Köln were blamed as having played a part in the whole process.

Racism is a cancer that needs to be uprooted inside and outside the camps. These crimes should be brought into the open, the offender prosecuted and judged accordingly.

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