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Heimbesuch in der Seelowerstraße, Müchenberg am 2.10.20

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Das Lager an der Seelower Straße Müncheberg ist ein vierstöckiges Gebäude, das vom Internationalen Bund betrieben wird. Dieses Unternehmen ist der größte Akteur im Lagerbetreibenden Geschäft in Brandenburg. Von außen sieht es mit hellen Gemälden gut erhalten aus. Von innen ist es wie jedes andere Lager nicht um die Bewohner*innen, sondern um den Profit besorgt. Die Flüchtlinge teilen sich kleine Räume.

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Die einzigen drei Duschen für die Frauen befinden sich im ersten Stock, was bedeutet, dass jede Frau, auch die mit Kindern, auf und ab gehen muss, um die Dusche zu erreichen. Die drei Duschkabinen sind durch einen durchsichtigen Kunststoff abgetrennt, so dass es für die Frauen nicht möglich ist, während des Duschens Privatsphäre zu haben. Es gibt keinen Mülleimer, sondern nur eine kleine Plastiktüte, die an der Türaufgehängt ist und alle Männer gehen zum Duschen ins Erdgeschoss.

Die zwei Herde in einem kleinen Raum werden von mehr als 20 Personen geteilt, von denen einige Familie haben. D.h. man muss warten, bis die Nachbar*innen mit dem Kochen fertig sind, denn die Küche reicht nur für zwei Personen gleichzeitig. Eine Frau, die aufgrund der Unterbringungssituation bereits depressiv erkrankt ist, lebt mit ihrem fünf Monate alten Baby in einem kleinen Zimmer. Das Zimmer reicht nur für ihr Einzelbett, das Kinderbettchen und einen Schrank. So bleibt nur ein kleiner Zwischenraum, um von einer Ecke in die andere zu gelangen. Um in die Küche und das Bad zu gelangen, muss sie wie die übrigen Bewohner*innen durch mehrere Türen gehen. Diese Türen sind geschlossen, und jede*r muss sie immer wieder öffnen. Eben auch Frauen und Kinder aus anderen Stockwerken, die zum Duschen in den ersten Stock kommen.

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Es gibt kein Konzept für Hygienevorschriften im Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus, grade wo sich eine zweite große Infektionswelle anbahnt. Nur einige einfache Notizen gibt es, in denen erklärt wird, dass die Hände zwischen 20 und 30 Sekunden gewaschen werden sollten. Sie macht sich ständig Sorgen darüber, was aus ihr und ihrem Baby werden soll, obwohl sie eine junge, energische und gebildete Frau ist.

In unserer Kampagne #social distancing is a Privilege haben wir sehr deutlich gemacht, was es bedeutet, während der Corona-Pandemie in einem Lager zu leben. Es ist bedauerlich, dass die Behörden nicht die Notwendigkeit gesehen haben, zumindest die Lebensbedingungen der Flüchtlinge zu verbessern, insbesondere für die gefährdeten Gruppen, mit dem Ziel, die Lager vollständig zu schließen!

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