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Interview: „Leben mit Gebärmutterhalskrebs“

Newsletter #16

Ich heiße Margrit und kam vor einigen Jahren als Asylsuchende nach Deutschland. In Eisenhüttenstadt stellte ich meinen Asylantrag. Während meiner Zeit in Eissenhüttensadt teilte ich ein Zimmer mit anderen Asylsuchenden aus verschiedenen Ländern. Bevor ich ins nächste Lager verlegt wurde, begannen die körperlichen Komplikationen.

Es verstörte mich nicht allzu sehr, da ich dachte, es könnte mit dem Klimawechsel, dem Essen und der stressigen Situation der Asylantragstellung zusammenhängen. Ich dachte, diese körperlichen Schwierigkeiten und Veränderungen hätten ihren Grund darin, dass ich gerade erst in diesem Land angekommen war und würden verschwinden, sobald ich mich daran gewöhnt hatte.

Der Schmerz nahm zu und ich musste die Hilfe eines Arztes suchen. Ich war schockiert, als er Gebärmutterhalskrebs diagnostizierte und konnte diese bittere Wahrheit, die mich da gegenüberstand nicht fassen; ich wurde traumatisiert und depressiv. Meinen Kräften und Hoffnungen wurde ein Dämpfer verpasst, damit hatte ich nicht gerechnet. Als Flüchtling in einem neuen Land  war es schwierig, herauszufinden, wie mein Leben nun sein würde.

Ich wurde von Eisenhüttenstadt in ein Heim verlegt und machte weiter mit der Behandlung. Mein Zeitplan wurde von der Chemotherapie im Krankenhaus bestimmt, rein-raus-rein-raus. Gleichzeitig ging mein Asylverfahren weiter.  Bis heute ist die parallele Bewältigung dieser beiden Situationen das traumatisierende und stressigste, was mir im Leben passiert ist. Ich kenne mein Schicksal nicht, weiß nicht, wie mein Asylverfahren ausgeht und dieses Dilemma führt dazu, dass ich auch gesundheitlich nicht zur Ruhe komme.

Mein Immunsystem ist ziemlich am Boden und ich habe mich so oft bei anderen angesteckt durch die geteilten Bäder, Toiletten und Küchen im Heim. Das führt dazu, dass ich von einem Krankenhaus in Brandenburg ins nächste eingewiesen wurde. Um zu sehen, ob ich weniger Infekte bekäme,  wies mir das Sozialamt eine Wohnung außerhalb des Lagers zu, weil ich sehr schwach bin. Ich bin immer noch in Behandlung und warte immer noch auf die Entscheidung in meinem Asylverfahren. An den meisten Tagen bin ich sehr schwar, obwohl die Ärzt*innen mir wieder und wieder sagen, dass es nicht einfach ist, sich zu entspannen.

Ich weiß nicht, ob es in meinem Asylverfahren eine positive oder negative Entscheidung geben wird und die Angst vor einer möglichen Abschiebung ist für jemanden in meiner Situation die schlimmste Angst, die depressiv macht, tramatisiert und mich niemals verlässt.

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