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Pressemitteilung zur Demonstration „Frauen gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 08. März veranstaltet ein Netzwerk von brandenburgischen Organisationen die erste Demonstration zum Frauenkampftag seit Jahren in Cottbus. Am Samstag, dem 10. März 2018, startet die Demonstration mit einer Kundgebung ab 11.30 Uhr in Sandow am Muskauer Platz. Unter dem Motto „Frauen gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“, werden verschiedene Vereine und Initiativen auf die rassistischen Zustände in Cottbus hinweisen.

Die Demonstration bewegt sich am Blechen Carree, an der Stadthalle und am Altmarkt vorbei, bis zum Oberkirchplatz, wo die Abschlusskundgebung statt finden wird.

„Wir nehmen die Lage in Cottbus sehr ernst. Seit Anfang des Jahres führt die massive rechte Hetze von Zukunft Heimat zu weitreichenden Folgen.
Geflüchtete und besonders geflüchtete Frauen fühlen sich in der Stadt unwohl und bedroht. Der Frauenkampftag bietet die Möglichkeit, um auf diese Zustände aufmerksam zu machen!“, so Elizabeth Ngari von Women in Exile. Frauen fliehen in vielen Fällen vor patriarchaler Gewalt und vor der Bedrohung durch Männer. Nachdem viele gefährlichste Routen nach Europa überlebt haben sind sie in Deutschland wieder patriarchaler Gewalt sowie rassistischen Drohungen ausgesetzt. Frauen sind weltweit betroffen und das einzige Mittel kann sein, sich gegen diese Zustände zusammenzuschließen!

Cottbus ist als rassistische Hochburg bekannt und die Neurechten wissen das strategisch zu nutzen. Obwohl Gewalt gegen Frauen keinesfalls ein neues oder „importiertes“ Problem ist, sorgt nun die Herkunft in bestimmten Fällen für Aufmerksamkeit, wo sonst kein Interesse an der Thematik bestand. Die Rassist*innen von „Zukunft Heimat“ gebrauchen
immer wieder das Bild von der „bedrohten deutschen Frau“, um ihre rassistische Propaganda zu legitimieren. Davon lässt sich auch die Stadtpolitik leiten und reagiert mit der Umsetzung der flüchtlingsfeindlichen Forderungen, indem sie zum Beispiel einen Aufnahmestopp für Geflüchtete verhängte.

„Wir müssen uns mit den Menschen und Organisationen verbinden, die der rechten Bewegung etwas entgegen setzen wollen. Zusammenhalt schafft Stärke – darauf wollen wir uns besinnen“, so Luise Meyer von Cottbus Nazifrei.

Zur Demonstration rufen Women in Exile, Flucht und Migration Cottbus, Cottbus Nazifrei, das Geflüchteten Netzwerk Cottbus, die Feministische Antifa Brandenburg und der Verein Opferperspektive Brandenburg e.V. auf.
Die Organisationen im Netzwerk demonstrieren am Samstag zusammen für die uneingeschränkte Solidarität von Frauen, Lesben*,Transsexuellen* und Intersexuellen* und eine Stadt, in der sich alle Menschen ohne Angst bewegen können.

Kontakt:
Mail: info@women-in-exile.net und netzwerk@cottbus-nazifrei.info
Pressehandy von Women in Exile: 0152 – 10291003
Pressehandy von Cottbus Nazifrei: 0157 – 803 432 25

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