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Schock des Mutter werdens

Newsletter #17

Seitdem wir unser Projekt zu Gesundheit gestartet haben, haben wir hier verschiedene Geschichten von unterschiedlichen Frauen geteilt, die sie im Gesundheitssektor erlebt haben. Kürzlich haben wir auch den Kurzfilm “TESTIMONIES FROM THE UTERUS” produziert, in dem Frauen über ihre Lebens-und Gesundheitliche Situation Zeugnis ablegen. Wir bekommen weiterhin erschreckende Geschichten zu hören – im Folgenden die Aussagen einer Frau, die sich gerade von dem Schock der Geburt erholt.

“ Ich bin Janet, eine 32 Jahre alte Frau, in dieser Gesellschaft lebend und vor kurzem hätte ich während der Geburt meines Kindes fast mein Leben verloren. Wie jede andere glückliche Flüchtlingsfrau, die die Chance hatte eine Arbeitserlaubnis und demnach eine Krankenversicherungskarte zu bekommen, habe ich all die Vorsorgeuntersuchungen machen lassen. Alles war gut, bis zu dem Tag des geschätzen Geburtstermin.

Wie bei jeder Frau, die ein Baby erwartet, starten irgendwann die Wehen und bei denen, die keine bekommen, müssen welche ausgelöst werden, wie auch in meinem Fall. 10 Tage nach dem Geburtstermin wurde die Geburt eingeleitet, was nach Aussagen der Ärzt_innen medizinisch gut war. Die Einleitung erfolgte durch Tabletten, die sehr schnell wirkten, denn
noch am gleichen Tag begannen die Schmerzen und die Fruchtblase platzte. Ich dachte, dass nun alles auf dem besten Wege sei und das Baby jederzeit kommen könnte – wie wenig ich doch wusste – dies war der Start einer fast einwöchigen Hölle von Schmerzen.

Jeden Tag nahm ich drei Schmerztabletten und dann sagte die Ärzt_in, dass ich maximal sechs Tabletten pro Tag nehmen sollte, was ich dann die zwei daruf folgenden Tage tat. Dann bekam ich krasse Schmerzen jedoch keinerlei Anzeichen einer Öffnung für das Baby, obwohl schon kein Fruchtwasser mehr vorhanden war. Mein Instinkt sagte mir, dass etwas
falsch war und da es meine erste Geburrtserfahrung war, habe ich nach einem Kaiserschnitt gefragt. Aber die Ärzt_innen haben auf eine natürliche Geburt bestanden, da alles unter Kontrolle war und das Baby und ich sicher waren.

Mir wurde die siebte Tablette verabreicht, die wieder nicht wirkte und sie mussten den 48- stündigen schmerzvollen Prozess für eine Weile durch eine Infusion ins Rückenmark unterbrechen, was mich zumindest für 24 Stunden schlafen ließ. Später haben sie dann die Tabletten durch einen Tampon, der eingeführt wurde ersetzt, was zweimal wieder nicht half.
Obwohl ich während der ganzen Zeit die Entbindung meines Babys einforderte, hörte niemand auf mich.

Ich dachte dieser Prozess bringt mich dazu, nie wieder über ein weiteres Baby nachzudenken und ich versprach, dass ich keins mehr bekommen würde, aber alles umsonst. Dann am sechsten Tag bekam ich eine weitere Infusion, die mich fast umbrachte – und schon wieder passierte nichts. Sie hatten keine andere Möglichkeit mehr als mich in aller Eile in den OP zu bringen, wo ein Kaiserschnitt erfolgreich durchgeführt wurde.

Ich dachte alles wäre gut, seit wir am dritten Tag aus dem Krankenhaus entlassen wurden, aber in der dritten Woche wurde mein Baby in der Nacht krank. Ich habe den Krankenwagen gerufen und wir wurden ins nächste Krankenhaus gebracht. Nach einigen Tests, wurden wir
stationär aufgenommen und der Doktor beauftragte einen Hirn-Scan und hat heraus gefunden, dass das Baby eine Zyste hatte. Sie sagten, dies wurde durch den verlängerten Verbleib des Babys im Mutterleib verursacht.

Ich war sehr verbittert, denn wie oft hatte ich vergeblich die Entbindung durch einen Kaiserschnitt gefordert. Die Kinderärzt_in sagte, dass es nicht korrekt gewesen sei, sechsTage lang erfolglos auf eine Öffnung zu warten, obwohl die Fruchtblase schon geplatzt war. Obwohl die Ärzt_innen die natürliche Geburt am Besten ansehen, ist dies wohl nicht für alle so.

Für mich bleiben Fragen offen: Warum sollte ich so viel leiden und bis zu dem Ausmaß, dass mein Baby im Gehirn eine Zyste bekam?
Habe ich das Recht zu entscheiden wie ich mein Baby bekommen möchte? “

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