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Workshop mit Jugendlichen im FEZ Berlin Flucht und Asyl aus weiblicher Perspektive

IMG-20160121-WA0045Am 21. Januar 2016 haben Bethi und Madeleine von Women in Exile einen Workshop im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) gegeben, welcher im Kontext der Vorbereitungen für die jährlich stattfindende Tanz-Demo „One Billion Rising“ gegen Gewalt and Frauen und Mädchen stattfand. Zu diesem Anlass wurde am 21. Januar ein Projekttag veranstaltet, an dem Grund- sowie Oberschulen teilgenommen haben. Alle teilnehmenden SchülerInnen haben gemeinsam Demo-Plakate gemalt und eine Choreographie für die am 14. Februar geplante oben genannte Tanz- Demo am Brandenburger Tor einstudiert. Zusätzlich konnten die Kinder und Jugendlichen in individuellen Arbeitsphasen an verschiedenen Workshops teilnehmen, wie z.B. zu den Themen „SICHTbar sehen und gesehen werden“, „Geschlechterrollen in der Werbung“ und „Gewalt und Frieden inszenieren“.
Auch Bethi und Madeleine haben eine Arbeitsphase mit den Schüler_innen gestaltet, um die Perspektiven von Frauen zu beleuchten, die geflohen sind und aus eigenen Erfahrungen die Lebenssituation in Lagern in Deutschland kennen. Bei dem Workshop unterstützte das „Refugee Unistreikkommitee“ der „Freien“ Universität Berlin Women in Exile unter anderem durch Übersetzungen.

„Flucht und Asyl aus weiblicher Perspektive“ hieß der Titel des Workshops: Die Teilnehmer_innen (insgesamt 14) kamen hauptsächlich aus derselben Klasse in Treptow (8. Klasse). Drei weitere 10. Klässler_innen waren von der Europaschule. Um die Teenager an das Thema heran zu führen, verteilten Bethi und Madeleine anfangs zwei Papierkarten mit dem Auftrag:“Schreibt auf die eine, welche Erwartungen und Wünsche ihr an diesen Workshop habt. Auf der anderen beantwortet ihr folgende Frage: Aus welchen Gründen bewegen sich Menschen von einem in das andere Land?“. Am häufigsten wurde auf die zweite Frage die Antwort „Krieg“ gegeben. Aber auch „Armut“, „Hoffnung auf ein besseres Leben“ oder „politische und ökonomische Gründe“ wurden genannt.

Der darauf folgende Block ging darum, den Teenagern die Lebenssituation in Massenunterkünften vor Augen zu führen. Durch folgende Fragen wollten Bethi und Madeleine eine Parallele zum Alltag der TeilnehmerInnen herstellen: „Als du heute früh aufgestanden bist, musstest du dir das Badezimmer mit jemandem teilen und deswegen warten?“, “Habt ihr heute euren Bus verpasst? Und wenn ja, wie lange musstet ihr dann warten?“ „Machst du eine bestimmte Freizeitaktivität (Sport, Musik, Tanz…)?“.
Diese Fragen wurden dann mit einer Powerpoint Präsentation von Women in Exile in Verbindung gesetzt- Bethi hat Bilder von verschiedenen Lagern gezeigt. Wascheinrichtungen wurden gezeigt, in dem es zwar mehrere Duschen gibt, aber keine Vorhänge. Daraus konnte dann abgeleitet werden, dass es zu vielen Konflikten kommen kann, wenn Menschen in Lagern untergebracht sind: „Wenn es schon nervig ist, darauf zu warten, dass die Schwester aus dem Bad kommt, dann ist es umso schlimmer, wenn dieses Bad mit bis zu 20 fremden Menschen geteilt wird“, sagte eine Schüler_in. IMG-20160121-WA0041

Madeleine und Bethi sind darauf eingegangen, dass die Lager außerhalb der größeren Städte gelegen sind. Freizeitangebote sind schwer erreichbar oder gar nicht vorhanden, und Busanbindungen sind nur sehr selten am Tag.
Durch die Präsentation wurde gezeigt, wie isoliert geflüchtete Menschen leben müssen und wie gering ihre Privatsphäre in den Lagern ist.
Nach einer kleinen Pause wurde dann der letzte Block eingeleitet. Das Ziel war es eine Abschlusspräsentation für alle Anwesenden im FEZ vorzubereiten und wir wollten eine Talk-Show zum Thema präsentieren.

 

Women in Exile haben eine IMG-20160127-WA0000Moderator_innen Gruppe ausgewählt, die verschiedene Fragen an die Gruppenmitglieder gestellt hat, um noch einmal zusammenzufassen, womit sich die Gruppe in der Arbeitsphase beschäftigt hat: „Wieso fliehen Menschen?“, „Was habt ihr über die Lebenssituation in Lagern gelernt?“, „Welche Bedingungen könnten für Frauen noch schlimmer sein?“. Das Abschlussplenum war informativ bedeutsam, aber auch emotional bestärkend für die SchülerInnen vor einer großen Gruppe von Menschen die Workshopergebnisse vorzustellen.

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