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Wünsdorf: Weltflüchtlingstag 2018

Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag haben sich Women in Exile and Friends, zusammen mit Refugee Emancipation dazu entschlossen, anstatt sich in einem Sitzungssaal zu versammeln, eine solidarische Kundgebung vor dem Lager in Wünsdorf, in Brandenburg zu machen. Wir wurden von einigen Anwohner_innen aus Zossen unterstützt, die uns, passend zum heißen Wetter, frische Kirschen aus dem Garten mitgebracht haben.

Da dies die erste Kundgebung in diesem Lager war, haben sie das Tor verschlossen und Besucher_innen wurde der Zutritt nicht erlaubt. Mitarbeiter_innen standen am Eingang mit Security und Polizei zusammen. Die Security verwehrte uns den Zutritt zum Lager mit der Begründung, dass heute von 10-17 Uhr kein Besuch erlaubt sei. Als wir nach dem Grund fragten, sagten sie, dass es eine “Anordnung der Regierung sei”. Als wir nachhakten war die Antwort, dass die Anordnung vom BAMF in Eisenhüttenstadt kam. Dies hat viele dort lebende Flüchtlinge eingeschüchtert, sodass sie anstatt raus zur Kundgebung zu kommen, sich hinter verschlossenen Türen aus Angst vor Abschiebung versteckt hielten.

Dieses Lager ist bekannt für brutale Polizei-Einsätze um Abschiebungen zu erzwingen, was meist mitten in der Nacht geschieht. Die wenigen, die zur Demo kamen, erzählten uns, dass die restlichen verängstigt seien, weil sie dachten, dass die Polizei vor Ort sei, um Abschiebungen durchzuführen.

Nichtsdestotrotz waren ein paar Leute mutig genug, um raus zu kommen und sich sogar “laut und deutlich” über die täglichen Misstände im Lager zu äußern.

Sie verurteilten die täglichen gewaltvollen Abschiebungen sowie den verlängerten Aufenthalt im Lager ohne Transfer, denn einige von ihnen leben dort schon länger als 10 Monate. Sie haben ihre Frustration über ein Leben ohne Perspektiven zum Ausdruck gebracht, bei dem jeder Tag ohne Abschiebung sogar wie ein glücklicher Tag erscheint.

Isolation ist eines der größten Probleme – Flüchtlinge, die raus kamen, sagten, dass sie sich als Mensch fühlen, wenn sie sehen, dass es draußen andere solidarische Leute gibt, die die schlechten Lebensbedingungen im Lager und die tägliche Angst vor Abschiebung kennen und verstehen. Frauen und Kinder leiden noch mehr in diesem Lager, da die Kinder keine Erlaubnis haben die Schule zu besuchen und es keine Kleidung und Kinderwägen für Kleinkinder und Babies gibt.

Wir verurteilen diese bewussten Menschenrechtsverletzungen und wir werden weiterhin für die Schließung aller Lager kämpfen, gerade für Frauen und Kinder, die immer zweifach Opfer der Problematiken sind, die Flüchtlinge betreffen.

Wir sagen laut und deutlich, dass kein Mensch illegal ist und Abschiebungen Mord sind.

Dublin Gesetze sind rassistisch und deutsche und europäische Führungspersonen treffen bewusste Entscheidungen, die Flüchtlinge in den Wüsten und auf See töten.

Dies ermöglicht europäischen Firmen Profite mit Menschen, wie mit Gütern zu machen.

Öffnet die Grenzen und Keine Lager für Frauen und Kinder, alle Lager abschaffen!

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