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Bundesweite Sommer Tour „Women* Breaking Borders II“ 23.7.-05.08. 2018 “Zwei Wochen Reisen und Spaß gegen Rassismus”

Wir von Women in Exile and Friends wollen diesen Sommer mit dem Thema ”Women* Breaking Borders” weiter machen.
Wir möchten mit euch gemeinsam in Solidarität in verschiedene Städte fahren, besonders nach Bayern, um unsere Missbilligung der Politik Seehofers, des neuen “Innen- und Heimatministers” auszudrücken. Des Politikers, der seit Jahren für immer restriktivere Asylgesetze und Lagerunterbringung verantwortlich ist. In seinen neuen “Ankerzentren” (“Ankufts-und Rückführungszentren”), die als Vorbild gelten sollen, werden Geflüchtete vollkommen von der deutschen Gesellschaft und jeglicher Hilfe abgeschnitten: Keine Rechtsberatung, keine Besuche, keine Deutschkurse, keine Arbeit, keine Schule für die Kinder. Denn so ist es einfacher, sie wieder abzuschieben – ohne Widerstand oder Sicherheit, voller Verzweiflung.
Seeholfer möchte dieses Vorbild von quasi-Haftanstalt nun deutschlandweit exportieren, wobei die aktuelle Lage schon schlimm genug ist, ohne die “radikalen Vorschläge” der AfD mitzubedenken.

Unser Ziel war es immer und ist es nun wieder, Flüchtlingen, die sich als Fauen* identifizieren, darin zu bestärken, aufzustehen und für ihre Rechte als Frauen*, die in dieser Gesellschaft leben, zu kämpfen.

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We stay United – Antiracist Protest against the AfD

The text below was read during the press conference calling to the demo „Stoppt den Hass!! Stoppt  die AfD“ that will take place next Sunday 27.5.2018:

On Saturday the 27.05, Women in Exile and Friends, together with 100 other groups and initiatives are on the streets, on the water, in the air and everywhere to protest against the AfD and their racist propaganda and hatred against refugees.

We as asylum seeking women arrive and think we are safe to start a new life in this country. The reality of being accommodated in isolated camps, lack of perspectives and racist hostility from racist parties such as Afd policies determine our living conditions.

We live in constant anxiety for deportation to our countries of origin, the countries we passed through and with fear of being deported within the EU member states. We struggle every day with the fear of racists and physical assaults in the streets, because of our skin colour, religion, origin and/or gender. Every Day all of us have to struggle with all these kinds of fear and anxiety.

We are not only demonstrating against the AfD but also on the racism spread by media and carried out by the politics. Currently the Anker-centers, this role model of detention camps, planned by Seehofer is going hand in hand with the AfD ideas of excluding refugees from this society.

This lager system is a profit making business as usual; it benefits the capitalist system by using colonial methods to intimidate people. Recently AfD has started pretending to be fighting for women rights. With mottos like “freedom of women is not negotiable” they have been marching in Berlin and other German cities selling their propaganda.

Which women do they mean? Ain`t I A Woman?

We condemn the AfD and all other racists, nationalists and refugee hating groups!

WE SPEAK OUT against racism, oppression, right and racist violence!

Right to go, right to come and right to stay!

As always we say it loud and clear:

Speak up against racism, right and racist violence!

For a society without racism and exclusion.

Right to come!
Right to go!
Right to stay!

Bauworkshop Spiders

What you can do with the spiders

Im letzten Jahr haben wir das 15 jährige Bestehen von Women in Exile gefeiert. 15 Jahre, in denen eine selbstorganisierte Gruppe aufgebaut wurde, die für die Rechte von Flüchtlingsfrauen kämpfen und sie empowern.
Um dies zu feiern, hat WiE die “Women* Breaking Borders” Konferenz organisiert, zu der 300-400 Frauen aus ganz Deutschland angereist kamen.
Eine der größten Herausforderungen war der Umgang mit den unterschiedlichen Sprachen, die dort zusammen kamen. Frauen aus vielen verschiedenen Ländern sollten sich dort in ihren Sprachen äußern können.

Dank dem “Bla” Kollektiv, die Material und Unterstützung für Simultan- Übersetzungen in vielsprachigen Treffen anbieten, wurde Simultandolmetschen in acht Sprachen realisiert. Durch ihr Wissen und ihre Infrastruktur haben sie die technischen Möglichkeiten geschaffen, dies so durchzuführen.

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Tödliches Asyl-Lager-System

Wir sind traurig und erschrocken, von dem Suizid einer jungen Mutter und ihrem Kind in einem Lager in Eckolstädt, einem Dorf nahe Jena im Bundesland Thüringen zu hören. Unser herzliches Beileid gilt dem Mann, Vater, der ganzen Familie und eritreischen Gemeinschaft.
Über diesen Fall zu lesen, macht uns auch wütend, da für uns klar ist, dass dies kein Einzellfall sondern das Verschulden des Lager- und Asylsystems sowie der Umgang mit Flüchtlingen in diesem Land, ist.

Die Frau lebte zunächst mit ihrem Mann und Kind in einem Lager in Apolda, einer Kleinstadt in Thüringen, wo sie in gutem Kontakt mit der dortigen eritreischen Gemeinschaft standen.
Sie hatten Angst vor Abschiebung, da die Polizei oft in das Lager kam, um Leute nach Italien abzuschieben.
Sie suchten nach einer eigenen Wohnung und nach etwas Zeit, wurde ihnen eine Unterkunft zugewiesen, jedoch in einem anderen Lager in Eckolstädt.
Wir fragen uns: Wieso werden sie von einem Lager ins andere transferriert und das wird dann als Wohnung bezeichnet ???

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Göttingen Demo 12.05 “Keine Lager überall”

Am 12.05.18 während der We`ll come United Konferenz in Göttingen, Women in Exile and Friends demonstrierten gemeinsam mit anderen Aktivist_innen gegen Flüchtlingslager und hohe Mietpreise.
Leerstehende Gebäude, die der Stadt gehören werden an Privatinvestor_innen verkauft, sodass die Mietpreise steigen. Vor einigen Wochen wurde eines dieser leer stehenden Häuser durch linke Aktivist_innen, die für eine bessere Unterbringung für Geflüchtete und kämpfen, besetzt. Auch wurde die Schließung, besonders des umstrittenen Lagers Siekhöhe gefordert.

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Kundgebung: – Zukunft für Alle – Kein Platz für Rassismus an der Charité

Es schockiert uns, dass Christoph B. ein gewähltes Mitglied dieser großartigen Institution ist (Charité). Es schockiert uns, weil wir ihn als Chef von Zukunft Heimat kennen, eine Organisation, die regelmäßig rassistische Demonstrationen in Cottbus durchführt.
Wir sind hier, weil wir wollen, dass er weiß, dass er und seine Leute “einen Bus zerstören können, aber keine soziale Bewegung”.

Während unserer Demonstration “Frauen gegen Rassismus und Ungerechtigkeit” in Cottbus im März tauchte Christoph B. uneingeladen auf. Wir ahnten noch nicht, was unserem Bus passieren sollte, der uns nach Cottbus transportiert hatte, und den wir wegen technischen Problemen zurück lassen mussten. Der Bus wurde vollständig zerstört und die Kosten für die Reperaturen waren sehr hoch.

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Spendenaufruf: Bus nach antirassistischer Demo in Cottbus völlig zerstört

Liebe Unterstützer*innen,

Vielen, vielen Dank für die Unterstützung und die Solidarität, die uns
nach der Zerstörung des Busses in Cottbus erreicht haben.

Dank eurer/ihrer Unterstützung sind genug Spenden für den zerstörten Bus eingegangen, sodass er nun repariert werden kann und wieder für Projekte von Geflüchteten zur Verfügung steht.

Es ist wichtig, dass uns diese tolle Infrastruktur erhalten bleibt.
All das zeigt uns, dass wir viele sind und es gibt uns Kraft weiter zu
machen!
Wer uns noch weiter unterstützen möchte, wir freuen uns über neue
Fördermitgliedschaften!

 

Nach der Demonstration „Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ am Samstag
10.03.2018 in der Cottbuser Innenstadt wurde der Bus des Projekts „OTTO“ von Chance e.V.
vermutlich durch Rechte mutwillig zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend
Euro. Daher rufen die Vereine Chance e.V., die Opferperspektive e.V. und Women in Exile &
friends dringend dazu auf für die Reparatur zu spenden.

Aufgrund eines leichten technischen Defekts blieb der Bus zunächst nach dem Ende der Demonstration am Samstag auf dem Parkplatz am Oberkirchplatz in Cottbus stehen. Bereits in der Nacht zu Sonntag wurde dort durch Unbekannte der Auspuff mit Bauschaum ausgesprüht. Der Bus war dadurch nicht mehr fahrtauglich. In der Nacht zu Montag wurden dann, von vermutlich mehreren Tätern, zwölf Scheiben eingeschlagen. Da der Bus sehr klar der solidarischen Demonstration am Samstag zugerechnet wurde, kann von einem gezielten Vorgehen von rechten Tätern ausgegangen werden. Der Bus wurde als Symbol und stellvertretend für Alle angegriffen, die an dem Tag in Cottbus für eine solidarische Gesellschaft und gegen Rassismus auf die Straße gegangen sind.

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Fotos von der „Frauen* gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“ Demo

Trotz der Angriffe auf die Demo und den Bus war die Frauen* gegen Rassismus und Ungerechtigkeit-Demo am 12.3. in Cottbus ein voller Erfolg!

Mit rund 250 Menschen sind wir laut und sichtbar durch die Cottbuser Innenstadt gelaufen und haben deutlich gemacht, dass Rassismus in Cottbus und überall ein Ende haben muss!
Hier ein paar Fotos:
10.03.2018 - Cottbus: Frauen*demonstration gegen Rassismus und Ungerechtigkeit

Presseerklärung: *Demonstration „Frauen gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“, Zerstörung eines Ominbusses*

Presseerklärung von Women in Exile and Friends, Opferperspektive e.V. und Cottbus Nazifrei vom 12.03.2018

250 Menschen demonstrierten für mehr Gerechtigkeit in Cottbus
Bus der Demonstrierenden wurde zerstört
Blumentopf-Angriff auf Demo bleibt von Polizei unerwähnt

Anlässlich des Internationalen Frauentages demonstrierten am Samstag, den 10. März, rund 250 Menschen durch die Cottbuser Innenstadt. Das Netzwerk, welches zur Demonstration aufgerufen hatte, machte in Redebeiträgen und Sprechchören deutlich, dass Rassismus in Cottbus und überall ein Ende haben muss. Der bunte Protest wurde durch Übergriffe von Gegnern der Demonstration überschattet. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der von der Organisation Women in Exile genutzte Ominbus auf dem Oberkirchplatz in Cottbus schwer beschädigt.

Die Angriffe während und nach der Demonstration von Frauen und Geflüchteten zeigen erneut, wie hemmungslos in Cottbus gegen Andersdenkende vorgegangen wird. Vor den Augen der Polizei und trotz erhöhter Polizei-Präsenz in Cottbus wurde die Demonstration von zahlreichen Vorfällen überschattet. „Für uns ist klar, dass die Zerstörung des Busses ein gezielter Angriff war. Genau die rassistischen und frauenfeindlichen Zustände in Cottbus, die von uns kritisiert wurden, haben sich hier wieder einmal bestätigt. Wir lassen uns davon aber nicht einschüchtern und fordern die Politiker*innen der Stadt auf, endlich Position zu beziehen und einzugreifen.“, so Elizabeth Ngari von Women in Exile and Friends. Sie fährt fort: „Die antirassistische Arbeit im allgemeinen und insbesondere für Frauen ist und bleibt notwendig!“

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Pressemitteilung zur Demonstration „Frauen gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 08. März veranstaltet ein Netzwerk von brandenburgischen Organisationen die erste Demonstration zum Frauenkampftag seit Jahren in Cottbus. Am Samstag, dem 10. März 2018, startet die Demonstration mit einer Kundgebung ab 11.30 Uhr in Sandow am Muskauer Platz. Unter dem Motto „Frauen gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“, werden verschiedene Vereine und Initiativen auf die rassistischen Zustände in Cottbus hinweisen.

Die Demonstration bewegt sich am Blechen Carree, an der Stadthalle und am Altmarkt vorbei, bis zum Oberkirchplatz, wo die Abschlusskundgebung statt finden wird.

„Wir nehmen die Lage in Cottbus sehr ernst. Seit Anfang des Jahres führt die massive rechte Hetze von Zukunft Heimat zu weitreichenden Folgen.
Geflüchtete und besonders geflüchtete Frauen fühlen sich in der Stadt unwohl und bedroht. Der Frauenkampftag bietet die Möglichkeit, um auf diese Zustände aufmerksam zu machen!“, so Elizabeth Ngari von Women in Exile. Frauen fliehen in vielen Fällen vor patriarchaler Gewalt und vor der Bedrohung durch Männer. Nachdem viele gefährlichste Routen nach Europa überlebt haben sind sie in Deutschland wieder patriarchaler Gewalt sowie rassistischen Drohungen ausgesetzt. Frauen sind weltweit betroffen und das einzige Mittel kann sein, sich gegen diese Zustände zusammenzuschließen!

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