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Women in Exile – 8 März 2019 Frauen* Streik-Aktivitäten


Unsere Frauen*streik Demonstration am 8. März, die wir in Kooperation mit der FAU Potsdam und linksjugend solid Brandenburg gemacht haben war mit rund 250 Personen gut besucht.Wir sind vom Hbf Potsdam gestartet und mit einigen Stops bis zum Brandenburger Tor gelaufen. Der erste Stop war am Parlament. Einige Gruppen, darunter auch der ASTA der Uni Potsdam haben bestärkende Reden gehalten, die Frauen in allen Lebensbereichen unterstützen.

Nach der Demonstration sind 50 Frauen und Kinder von Women in Exile and Friends weiter zum Freiland gegangen, wo wir zusammen gegessen und einen kraftvollen feministischen Workshop zu “gleich gleich aber unterschiedlich” realisiert haben.

Die Idee des Workshops war unser Wissen zu teilen und voneinander über die Frauen*Kämpfe aus verschiedenen Länder zu lernen und uns darüber auzutauschen, warum es für uns wichtig ist zu kämpfen, auch auf kollektiver Ebene.

Hervorgehoben wurde dies durch eine Presentation, bei der wir mit verschiedene Frauen bekannt gemacht wurden, die national und international für ihre Kämpfe um Frauen-Rechte anerkannt wurden.

Darauf folgte eine Diskussion in Kleingruppen, in denen wir tiefer in die persönlichen und internationalen Kämpfe eingetaucht sind und wir uns darüber ausgetauscht haben, wie wir uns gegenseitig in unseren Kämpfen für Freiheit unterstützen können. Da Feminismus darum geht, verschiedenen Geschichten zu hören, haben wir in den kleinen Gruppen persönliche Erfahrungen teilen können, als auch generell die Situationen die Frauen aus den Herkunftsländern in der Vergangenheit und aktuell durch gehen. Wir sprachen auch darüber welche Erfolge es gab und was noch Herausforderungen sind, sodass Sexismus und das Patriarchat nicht mehr unsere Gesellschaft dominieren.

Aufruf von Women in Exile zum Flüchtlingsfrauen* Streik am 08.03.2019 “ gleich, gleich aber unterschiedlich. – Sind wir Feministinnen?”

Die meisten von uns kämpfen schon ihr Leben lang aufgrund unserer patriarchalen kulturellen und religiösen Hintergründe, die uns, unseren Körpern und Geist Gewalt aufdrängen.

Wir arbeiteten doppelt so hart wie unsere männlichen Geschwister doch unsere Bemühungen wurden immer noch nicht als gut genug angesehen. Gleichzeitig mussten wir Dinge wie FGM, sexuelle Belästigung und Übergriffe, sowie Gewalt von unseren Familien oder Ehemännern aushalten. Wir kämpften gegen den Hang zu Diskriminierung innerhalb unserer Familien und in der Gesellschaft, sodass wir gleichberechtigte Möglichkeiten bekommen unser Leben zu gestalten.

Wir kämpften verschiedene soziale und politische Kämpfe um unsere Würde als Frauen zu aufrecht zu erhalten.

Wir waren nicht froh oder zufrieden über das wenige was wir hatten, deshalb haben wir uns entschieden für unsere Rechte zu kämpfen.

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Frauen*streik: gleich, gleich aber unterschiedlich. Wer kümmert sich um uns?

Am 8. März, dem Internationalen Frauen*kampftag wird global an die historischen, kulturellen und politischen Errungenschaften von Frauen* erinnert. Wir feiern 100 Jahre Frauen*kämpfe, denn wir sind die Mütter, wir sind die, die sich um die Familie kümmern, die im Haushalt arbeiten, Babysitter*innen, Reinigungskräfte.

Wir Flüchtlingsfrauen*, wir sind Lehrer*innen, Krankenpfleger*innen, Geschäftsfrauen*, Ingenieur*innen, aber dies und alle anderen Fähigkeiten werden nicht berücksicht, da wir isoliert sind und diskriminiert werden.

2019 folgen wir dem Ruf des globalen Frauen*streiks und wir kommen vereint, um gemeinsam die Arbeit von Frauen* in allen Bereichen des Lebens sichtbar zu machen, innerhalb und außerhalb des Hauses, in urbanen und ländlichen Regionen, bezahlt oder unbezahlt, unabhängig von unseren Hautfarben und unseren Herkünften.

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Same, same but very different – let’s end double discrimination against women refugees

On Monday 28th January 2019 we took part of the TED talk at the University of Potsdam with the theme Seeking discomfort, following you find the content of our talk.

There are human rights that we are all entitled to from birth until death. Would it surprise you to learn that many people are denied these rights? It surprised me.

Becoming a member and part of the volunteer staff of Women in Exile initiative, is a privilege that has allowed me to see, understand and be a witness to so many concerns surrounding human rights, especially the denial of those rights to women living in exile. Those whom we call refugees.
It is this uncomfortable truth that has made me seek the discomfort of standing in front of you, because I believe that this platform can bring awareness and awareness is the first step to creating the change needed to end the double discrimination against women refugees.

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Fremde Stimme von Arzoo

Seit unserer Bustour im Sommer letzten Jahres sind wir mit Arzoo Jamshidi in Kontakt .

Sie war zwei Wochen lang mit ihren drei Kindern mit uns unterwegs und wir haben sie als eine junge, sehr wache, selbständige und starke Frau kennen gelernt, die ihren eigen Kopf hat und ihre Meinung uns gegenüber und in der Öffentlichkeit sagt. Schon nach dem zweiten Tag war sie eine der Frauen, die sich bei unserer Demo in Leipzig gegen Abschiebungen und die Gewalt in Herkunftsländern wie Afhghanistan ausgesprochen hat und die Gründe für ihre Flucht geteilt hat.

Das Thema der Tour war „Women* Breaking Borders“ und da viele verschiedene Frauen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen, politischen und sozialen Hintergründen zusammen gekommen sind war es wichtig, dass alle sehr offen im Umgang miteinander sind.

Ihre Kommunikation in  und mit der Gruppe zeigte uns, dass sie sehr offenen und aufgeschlossen für alle Lebenseinstellungen ist.

Sie hat einen sehr starken Text geschrieben, der zeigt, wie sie beschlossen hat einen anderen Weg zu gehen, als der, der ihr durch ihre patriarchale „Kultur“ vorgeschrieben wird.

Sie ist bereit für ihre Rechte als Frau in dieser Gesellschaft und dieser Welt einzustehen und sie weiß, dass Women in Exile für sie da ist, wenn sie Unterstützung braucht.

Unten findet der Text von ihr.

Ich bin eine Frau, die in Afghanistan geboren wurde. In einem Land, in dem das Patriarchat herrscht. Uns wird gesagt: „Sei ruhig, es ist nicht gut für uns, wenn jemand deine Stimme hört. Sei still!“

„Schütze dich vor den Augen Fremder, damit, Gott bewahre, niemand erkennt, dass du meine Schwester oder Mutter bist.“

Aber zum Glück hat mich das Schicksal nach Deutschland gebracht. Hier konnte ich mich in dem neuen Umfeld integrieren und mich selbst finden. 

Es ist mein Recht frei zu leben und auf eigenen Beinen zu stehen und von niemandem abhängig zu sein. In Deutschland habe ich die Frauenorganisation Women in Exile kennen gelernt. Sie sind Frauen mit starkem Willen, Entschlossenheit und politischen Meinungen, die mir gut gefallen haben. Sie haben mein Interesse gewonnen. Auch ich kann ein Mitglied der Gruppe sein. 

Ich will, dass die ganze Welt meine Stimme hört. 

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Women have been voting for a 100 years and still our voices don`t count! “ aren`t we women”?

We gave the following speech at the Women’s March in Berlin, Germany in front of the Humboldt University on January 19, 2019.

All around the world we are seeing day after day how millions of women* are taking to the streets saying enough is enough, showing the world women*’s power. Women* are fighting for their rights in all front lines, from big demonstrations like Women’s March, 8 March women strike or Women Wall. We refugee women* we resist every day to deportations, racism, sexism and discrimination in lagers, in offices, in houses and on the streets.

Women* are farmers, doctors, students, professors, hairdressers, drivers, coaches, secretaries, old, middle age and young, with and without papers. Women* are diverse, different, multiple, have different voices and colors but united are unbeatable.

As refugee women* we came here to stay and we fight for our rights as women and the discriminating asylum laws which threatens our stay.

We fight for freedom of movement, racism and sexism; adversities which are following us from our countries of origin, on our long dreadful journeys and in our host countries. We do not forget that most of our flight reasons are man-made calamities like war, bad governance and poverty incited by the so called “developed countries”.

Many of us lose our lifes on our flight journeys due to the European “border” closing policies. We expect effective human justice to all those who have lost and are losing their life’s at European borders, in the Mediterranean sea, those committing suicides in lagers due to depressions and traumas.

We, refugee women*, together with solidarity activists are building a history of bridging the refugee movement and the feminist movement, with the intention of ending racism, sexism and discrimination.

Women have been voting for a 100 years and still our voices don`t count! “ aren`t we women”?

We will continue to empower refugee women* to understand their rights and advocate for themselves.

We won’t give up, we will fight until freedom comes and we will be joyful rebels.

Right to come, right to stay, right to go!!

Women* Breaking Borders Bus Tour video

Im Sommer 2018 reiste Women in Exile für 2 Wochen nach Süddeutschland, um die Städte zu besuchen, in denen die neuen AnKER-Zentren eröffnet werden sollen, sowie all jene Frauen, mit denen WiE bereits in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat. Es war eine weitere ermächtigende Erfahrung für Flüchtlingsfrauen.

Thank you for your solidarity and support!!!

An Melanie, Julia, Katharina und alle uns un_bekannten Spender*innen,

Wir möchten Ihnen und Euch für die Solidarität und Unterstützung für Women in Exile and Friends danken.

Spenden sind für uns wichtig, da sie unsere Arbeit sichern und wir so unsere politische Arbeit auf unsere Art und Weise realisieren können, um die Kämpfe von Flüchtlingsfrauen zu unterstützen.

Wir würden uns freuen, Ihre und Eure Adressen oder e-Mail-Adressen zu bekommen, um uns persönlich zu bedanken und Ihnen und Euch unseren neusten Newsletter zu zuschicken.

Wir möchten damit versuchen in unserer Finanzierung unabhängiger zu werden, um unsere Arbeit langfristig fortführen zu können. Für den Kampf um die Rechte von Flüchtlingsfrauen* ist dies unabdingbar, da noch viel zu tun ist.
Wenn sie/ihr eine Spendenbestätigung braucht, schreibt uns eine Mail oder schreibt die Adresse in den Verwendungszweck der Überweisungen.

Herzliche Grüße und schöne Feiertage!

Das Women in Exile & Friends Team

Workshop-Angebote

Teil unserer Arbeit ist es, Workshops für Flüchtlingsfrauen und / oder Unterstützerinnen / Aktivistinnen durchzuführen, um die Perspektive der Flüchtlingsfrauen in die Arbeit rund um Migration und Flüchtlingspolitik einzubringen.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen für Workshops, Sie können dies tun, indem Sie uns eine E-Mail an info @ women-in-exile.net senden.

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Zystem, Myome,PCO & Co.

Newsletter#15

Artikel Newsletter Health

Zysten, Myome, PCO & Co.

In unserem Newsletter Nr. 12, genau vor einem Jahr haben wir schon die gynäkologischen Probleme von Flüchtlingsfrauen thematisiert, über die die Frauen auf unseren Treffen berichten. Wir kennen z.B. sehr viele Fälle von Frauen, die Zysten hatten und daraufhin operiert wurden, Frauen mit schweren Blutungen, Myomen…

Leider haben wir in diesem Jahr wieder beobachten müssen, dass viele dieser Probleme bei Flüchtlingsfrauen nicht adäquat behandelt werden. Es werden direkt drastische Maßnahmen wie Operationen durchgeführt und den Frauen nicht die Zeit und die Möglichkeit gegeben sich dafür oder dagegen zu entscheiden, denn oft fehlt die Erklärung/ medizinischen Informationen in der eigenen Sprache.

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