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Abstands- und Hygieneregeln für W.i.e.&f – Treffen


1. Wenn du oder dein Kind Erkältungssymptome (Husten, Fieber, Hals-/ Gliederschmerzen, Durchfall….) habt, auf Covid 19 positiv getestet wurdet oder Kontakt zu jemandem hattet, der/die positiv getestet wurde, nehmt bitte nicht am Treffen teil

2. Halte einen Mindestabstand von 1,5 Meter ein
3. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, tragt bitte eine Maske
3. Innenräume sollten immer ausreichend belüftet werden
4. Niese oder huste in die Armbeuge oder in ein Taschentuch –  und entsorge das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer
5. Hände 20 Sekunden waschen: a) wenn du von draußen kommst, b) nach dem Naseputzen/ Niesen/ Husten, c) bevor du in die Küche gehst, d) vor dem Essen, e) nach dem Toilettengang
6. Bitte benutze das bereitgestellte Desinfektionsmittel
7. Alle Teilnehmer*innen müssen ihren Namen und Kontaktdaten hinterlassen
8. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Regeln gelesen und akzeptiert habe

Bleibt gesund!!

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Das Lager Moria brennt! Alle Lager abschaffen!

Vor einer Katastrophe in dem Lager in Moria haben viele Lagerbewohner*innen, Aktivist*innen und migrantische Organisationen seit Monaten gewarnt. Die Mahnungen wurden ignoriert. Die EU hat lieber gemütlich zugeschaut und versucht(!) die Menschen zu Statist*innen ihres dreckigen Abschreckungstheaters zu machen. Aber das werden sie nie schaffen! So ging letzte Woche das Freiluftgefängnis – ohne größere Verletzungen an Menschen! – in Flammen auf. Ein Ende mit dem Lagersystem! Jetzt redet die Presse von „Brandstifter*innen“. Haben sie sich jemals darüber Gedanken gemacht, wieso Menschen, die schon ein Mal ihr Leben riskiert haben, bereit sind erneut ihr Leben zu riskieren?

Viele sind stark traumatisiert und leiden an Depressionen, weil sie für ein besseres Leben durch die Hölle gehen mussten. Besonders LGTB und Frauen leiden zusätzlich, durch fehlenden Schutz vor sexueller Gewalt. Kinder dürfen ihre Kindheit nicht ausleben. Seit mehreren Tagen überleben sie vollkommen obdachlos auf der Straße.

Die Brandstifter*innen? Das sind die Schreibtischtäter der EU, das ist Seehofer und co. Denn seit Monaten, Jahren müssen Menschen in dem Lager in Moria leben. Ein Lager, dass für 3000 Menschen ausgerichtet ist, aber fast 13.000 Menschen reingequetscht werden. Dementsprechend existieren nicht im Ansatz ausreichend Sanitätshäuser, kein warmes Wasser, Strom oder Internet. Die Menschen müssen unter erschreckend unhygienischen Bedingungen, in luftigen Zelten, ganz gleich zu welcher Jahreszeit, leben. Endlose Schlangen, um auf Toilette zu gehen oder einzukaufen.

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UNSER GESUNDHEITS-PROJEKT

In Gedenken an die ermordeten Menschen in Hanau: Antirassistische Demonstration in Potsdam

Am Samstag, den 22. August haben 600 Menschen in der Potsdamer Innenstadt gegen rassistische Gewalt demonstriert. Anlässlich des sechs Monate zurückliegenden rassistischen Anschlags in Hanau machten sie unter dem Motto „Erinnerung heißt verändern“ darauf aufmerksam, dass Geflüchtete und MigrantInnen auch in Brandenburg immer wieder rassistischen Übergriffen ausgesetzt sind. Aufgerufen hatten neben der Seebrücke Potsdam und dem Verein Opferperspektive mehrere migrantische Organisationen wie die Gruppe „Women in Exile“. Bundesweit gab es an diesem Tag Proteste, die größten sollten auf der zentralen Gedenkdemonstration in Hanau stattfinden, welche aufgrund der Entwicklungen der Corona-Zahlen verboten wurde.

Die Proteste knüpfen an die weltweiten Proteste gegen rassistische Gewalt an, die mit dem gewaltsamen Tod von George Floyd vor drei Monaten in den USA neuen Antrieb bekommen haben. Jane Wangari von der Brandenburger Gruppe „Women in Exile“ sagt: „Dank der weltweiten Black Lives Matter Bewegung wird Polizeigewalt endlich zum Thema. Auch in Deutschland. Geflüchtete und Migranten, die schon lange in Deutschland leben, erfahren jeden Tag rassistische Angriffe.“

Rassismus sei jedoch nicht nur ein Problem von Sicherheitsbehörden und Nazis, sondern komme aus der Mitte der Gesellschaft. „Der Rassismus spaltet unsere Gesellschaft seit Jahrhunderten, mit tödlicher Konsequenz“, so Wangari. Seit der Wiedervereinigung seien mindestens 82 Menschen aus rassistischen Motiven ermordet worden.

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Kundgebung und Picknick in Wünsdorf Lager

Am 22.07. organisierten wir im Rahmen unserer Sommer-Aktionsbustour in Berlin und Brandenburg eine Kundgebung und ein Picknick vor dem Lager in Wünsdorf. Dies ist das gleiche Lager, in dem die Flüchtlinge nach 6 Stunden Abwesenheit vom Lager auf Korona getestet und direkt in Quarantäne geschickt werden, wo sie 3-5 Tage auf das Ergebnis warten müssen.

Der Ausfall des Soli Busses, den wir benutzen sollten, hat uns nicht abgeschreckt. Eine Gruppe von mehr als 20 von uns fuhr mit dem Zug zum Lager. Das Wetter war gut und viele Flüchtlinge schlossen sich der Kundgebung an, um die Bedingungen, unter denen sie leben, zu verurteilen, insbesondere die gemeinsame Nutzung der Räume auch mit denen, die im Verdacht stehen, sich mit Korona infiziert zu haben. Bei denjenigen, die auch nur kurz hinausgehen, werden Temperaturkontrollen durchgeführt, wodurch sie das Gefühl haben, im Gefängnis zu sein. Dies macht den Menschen Angst vor dem Ausgehen und zieht es vor, im Lager zu bleiben, weil sie nicht all diese Unannehmlichkeiten durchmachen wollen.

Während des Picknicks und der Kundgebung haben wir versucht, die Flüchtlinge von innen zu bitten, die „Regel der sozialen Distanzierung“ einzuhalten. Sie sagten, dass sie für sie nicht gilt und keinen Unterschied macht, weil sie nicht so tun können, als ob das Unterkunftskonzept selbst dies nicht zulässt sie solche Regeln zu halten. Die Frauen beschwerten sich darüber, dass ihre Kinder durch die Situation des Lockdowns traumatisiert werden. Trotz des Lockdowns durch die sozialen Distanzierungsregeln teilen sich ihre Familien immer noch Räume, in denen nicht genug Platz für alle vorhanden ist. Sie forderten, dass sie ausgezogen und in Würde untergebracht werden sollten, weil sie psychische Probleme bekommen, wenn sie ohne Perspektive in den Lagern sind.

„Kein Lager für Frauen und Kinder, Alle Lager abschaffen!!!“

Rassismus entwurzeln – Schweigen ist keine Option!

Vielleicht dachten die Einen, dass all die internationalen Demonstrationen der „Black Lives Matter-Bewegung“ bei der Polizei zu mehr Rassismus Sensibilität führten. Dem ist nicht so. Ich möchte zwei Vorfälle schildern, die zwei unserer Schwarzen Aktivistinnrn binnen einer Woche und in zwei verschiedenen Bundesländern widerfahren sind. Der erste geschah in Mecklenburg-Vorpommern und der andere in Brandenburg. 

Am 10.07. genoss unsere Aktivistin gemeinsam mit ihrer Familie einen Strandspaziergang an der Ostsee. Eine Polizistin ging direkt zu ihnen und fragte nach ihren Ausweispapieren. Glücklicherweise kennen wir als Women in Exile unsere Rechte. Also bat sie die Polizistin, zuerst die Menschen zu kontrollieren, an denen sie vorbei gegangen war und erst dann zu ihnen zurückzukommen. Die Polizistin antwortete darauf, dass sie sogar „Amerikaner*“ kontrollieren.  Und natürlich war es ganz klar, welche „Amerikaner“ sie kontrollieren oder meinen.

Die Frau aus unserer Gruppe sagte ihr, sie kenne ihre Rechte. Worauf die Polizistin weg ging.  Der zweite Vorfall ereignete sich in Doberlug-Kirchhain am 15.07. während unserer Kundgebung. Die Polizistin, die sehr kooperativ mit der Frau, die die Demonstration angemeldet hatte, gesprochen hatte, wollte die Ausweispapiere der Ordnerinnen sehen. Die Polizistin sah, wie unsere Schwarze Aktivistin ihren Ausweis aus ihrer Brieftasche zog. Aber noch bevor sie einen Blick darauf geworfen hatte, fing sie an, ihr zu sagen, es sei nicht ihr Ausweis. Sie können sich die Verwirrung vorstellen, wenn jemand versucht, Ihnen zu sagen, dass Sie nicht die Person sind, die Sie sind. Die einzige Frage, die im Moment herauskam war: „Was?!?“ Die Polizistin nahm den Ausweis und sagte, ok, Sie seien es, aber sie sähen aus wie ein Mann. Dann gab sie ihn entschuldigend zurück und ging. 

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Flyer Sommer-Aktion 2020

Die Coronapandemie mag uns zwar von Einigem abhalten, nicht aber
von unserem Aktivismus. Deshalb werden wir, wie jedes Jahr im
Sommer, auch in diesem protestieren, wobei wir auf die Regeln der
“sozialen Distanzierung” achten werden.

Unser Ziel ist es, zwei Abschiebelager (Anker) in Brandenburg zu
besuchen und die Frauen* und Kinder zu einem Picknick und einer
Kundgebung vor den Lagern einzuladen.

Daran schließt sich ein Workshop-Wochenende an, an dem leider nur wenige Frauen* unserer Gruppe teilnehmen werden, um darüber nachzudenken, wie wir unsere Arbeit trotz Corona fortsetzen können.

Ihr seid herzlich eingeladen, an unserer Bustour teilzunehmen, wir
haben noch 30 Plätze im Bus.

Die Tour ist offen für alle Geschlechter.

Bringt eure Masken mit und stellt euch bitte darauf
ein, die “Abstandsregeln” einzuhalten.

Zeitplan:

• 15.07- Doberlug-Kirchhain: Der Bus fährt um 10:45 Uhr vom
Oranienplatz ab.

• 22.7- Wünsdorf: Der Bus fährt um 10:45 Uhr
vom Oranienplatz ab.

Neue Coronarestriktionen für Geflüchtete in Wünsdorf

Wenn Alle versuchen, ein normales Leben zu beginnen, das nicht zu Depressionen und Traumata führt, stellt das DRK neue Regeln auf. Das DRK betreibt bundesweit mehrere Lager, und wir haben soeben aus Wünsdorf die Information Das DRK betreibt bundesweit mehrere Lager, und wir haben soeben aus Wünsdorf die Information Stunden außerhalb des Lagers einen Corona Test durchführen werden.

Diejenigen, die gegen diese Regeln verstoßen, müssen 3-5 Tage lang in Quarantäne, während sie auf die Ergebnisse warten. Der Corona Lock Down ist immer weiter geöffnet worden, verschiedene Bundesstaaten haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um zu versuchen, eine Art „Normalität“ in ihrem Leben aufzubauen.

Das DRK setzt sich dafür ein, dass Flüchtlinge nicht in diese „Normalität“ einbezogen werden. Wenn die Unternehmen darum kämpfen, Menschen ohne Masken einkaufen zu lassen, können Geflüchtete in Wünsdorf offenbar nicht einmal ihre Anwält*innen besuchen.

Verwandelt das DRK die Lager langsam in offene Gefängnisse? Geflüchtete sind Erwachsene, die die Gefahren der Corona Pandemie kennen und wie alle anderen in der Gesellschaft für ihre Sicherheit verantwortlich sind. Anstatt Geflüchtete in Räumen einzusperren, in denen „soziale Distanzierung ein Privileg ist“, sollten sie aus den Lagern evakuiert und in Räumen untergebracht werden, in denen es möglich ist, soziale Distanzierung zu praktizieren und Bewegungsfreiheit zu haben.

Das ist der Grund, warum wir jetzt mehr denn je fordern:

„Kein Lager für Frauen und Kinder, alle Lager abschaffen“!!!

Lockdown in der Upstall Straße 13 – Brandenburg an der Havel

https://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Bewohner-in-Uebergangswohnheim-in-Brandenburg-an-der-Havel-positiv-auf-Corona-getestet

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Für die Flüchtlinge ist das Coronavirus-Drama noch nicht vorbei! Anstatt zu dem zurückzukehren, was andere als „normale Zeiten“ betrachten, und den Sommer wie alle anderen zu genießen, erhalten wir Berichte über eine Zwangsquarantäne in einem der Lager in Brandenburg an der Havel. Aus diesem Grund werden wir weiterhin für „Kein Lager für Frauen und Kinder, Aller Lager Abschaffen!“ und eine Realität des menschenwürdigen Lebens in menschenwürdigen Unterkünften kämpfen.

Was die Flüchtlinge betrifft, so scheinen in den letzten drei Monaten während des Lockdowns keine Lehren gezogen worden zu sein; was mit ihnen geschieht, spielt keine Rolle.  Am 11.06.20 wurde ein Bewohner eines der Lager in Brandenburg an der Havel, genauer gesagt an der Upstall Straße 13, positiv auf Covid-19 getestet. Alle Flüchtlinge in diesem Lager wurden in Quarantäne gesteckt, und einen Tag später wurden 3 weitere positiv getestet. In den nächsten 14 Tagen dürfen sie ihre Zimmer nicht verlassen, wie aus dem Video auf unserem Facebook ersichtlich ist:

https://www.facebook.com/Women-in-Exile-Friends-953605994710745/

Alle Flüchtlinge, etwa 300 von ihnen, wurden gezwungen, sich in ihren Zimmern einzuschließen. Die Gemeinschaftsküche wurde geschlossen, und sie bekamen kleine Elektroherde, die sie zum Kochen in ihren Zimmern benutzen konnten, was wir auch als nicht lebenssicher empfinden, zumal wir wissen, dass die Räume gemeinsam genutzt werden.

Sie müssen sich weiterhin die Bäder und Toiletten teilen und haben jeweils zwei Masken, aber kein Desinfektionsmittel. Außerdem benutzen die Männer und Frauen die gleichen Toiletten, und Hygienemaßnahmen werden gegenüber dem Covid 19 nicht berücksichtigt.

#Soziale Distanz ist ein Privileg: Bernburg Lager in Sachsen-Anhalt Covid-19, sexuelle Belästigung und Gewalt in den Lagern:

Der Lockdown ist für niemanden einfach. Für jeden Menschen, selbst für die die ein Zuhause haben, hat die Situation entweder das Beste oder aber das Schlechteste aus unseren Familien hervorgebracht. Seit der Covid-19 Pandemie wird die diskriminierende Realität in unserer Gesellschaft sichtbarer denn je, denn die weniger privilegierten Menschen müssen nun mit weit aus schlimmeren Lebenssituationen als vorher zurechtkommen: Isolierte Orte, wie Flüchtlingslager, müssen in überfüllte Räume, Badezimmer, Toiletten und Küchenräume leben, was insbesondere in diesen Zeiten ein enormes Problem ist. Frauen sind aufgrund der isolierten Situation noch zusätzlich und häufiger von sexuellen Übergriffen und Gewalt ausgesetzt!

Unten findet ihr einen schockierenden öffentlichen Brief einer Flüchtlingsfrau aus dem Bernburg Lager aus Sachsen-Anhalt. Die Frauen wollen ihre Probleme veröffentlichen, um endlich die Chance zu bekommen das Lager verlassen können.

„Wir sind (weibliche) afrikanische Einwanderer, die seit dem 24. April in …leben. Gegenwärtig kümmert sich der Verein für misshandelte, geschlagene, angegriffene und misshandelte Frauen um uns …  Seit wir hier sind, haben wir das Gefühl, dass wir wieder zum Leben erwachen, auch wenn wir weiterhin darum kämpfen, unsere früheren Traumata und die, die wir kürzlich in Halberstadt und Bernburg Saale durchmachen mussten, zu überwinden.

Die Geschichte, die wir Ihnen heute erzählen werden, ist die Geschichte, die wir, die Damen B, F, H, K, in Bernburg (Saale) erlitten haben, genauer gesagt im Teichweg 6, einem Heim für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Am 22. April wurde Frau B von Herrn E, der im gleichen Heim wie wir wohnt, körperlich angegriffen. All dies war das Ergebnis von Missverständnissen oder Klatsch; Aus diesem Grund betrat Herr E in gewisser Wut ihr Zimmer und verprügelte sie ohne jegliche Erklärung. Sie hielt ihr eineinhalbjähriges Baby im Arm. Nach einem Hilferuf von Frau F. begaben sich alle Heimbewohner in das Zimmer des Opfers, wo wir versuchten, sie auf den Korridor hinauszuziehen, um sie vor den Händen ihres Gurus (Aggressor/Manipulator) zu schützen.

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