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Leipzig: geplante Massenunterkunft beschlossen

Gestern ist die Entscheidung in der Stadratssitzung gefallen: Trotz zahlreicher Proteste und trotz 3000 leerstehender Wohnungen in Leipzig – die Sammelunterkunft in der Torgauer Straße wird ausgebaut.
Bild: Initiativkreis NoHEim Leipzig – Können sich Asylsuchende in dieser Umgebung des Lagers sicher fühlen?
Umgebung des Lagers Torgauer Str. in LeipzigDas Lager wird schon seit den 90er Jahren immer wieder kritisiert: marode, isoliert im Gewerbegebiet liegend, Ungezieferbefall, stacheldrahtumzäunt…
Katharina E., die im letzten Sommer bei unserer Aktionstour dabei war, ist dort aktiv und berichtet:

„Mütter erzählen, dass ihre Kinder wegen der schlechten hygienischen Bedingungen Allergien bekommen haben oder sich wegen der Kakerlaken im Bad so lange nicht auf die Toilette trauen, bis sie wegen Bauchschmerzen zum Arzt müssen. Begünstigt durch die große soziale Anspannung, die entsteht, wenn man mehr als 300 Menschen zwingt, in Wohnblocks in einem Gewerbegebiet zu leben, kommt es sogar zu vermehrten Fällen häuslicher Gewalt. Seit diesem Januar betreibt ‚Human Care GmbH‘ die Sammelunterkunft. Die Firma ist ein all-in-one Paket, also Heimbetreibung, Wachdienst und Sozialbetreuung in einem. Dies trägt nicht gerade dazu bei, dass die einzelnen Mitarbeiter/ innen besonders aufmerksam auf Beschwerden über ihre Kolleg/ innen reagieren.“

Dieses Lager soll nun von 300 auf 500 Unterbringungsplätze ausgebaut werden.

Brandenburg: „Dschungelheim“ mitten im Wald geplant

Presseerklärung der Barnimer Willkommensinitiativen 25.02.15

ladeburg1Landkreis Barnim plant Massenunterkunft für 670 Flüchtlinge mitten im Wald
Willkommensinitiativen fordern: Wohnungen statt Lager!

Die Barnimer Willkommensinitiativen begrüßen die Aufnahme schutzsuchender Menschen in Barnim. Allerdings sollte ihre Unterbringung auch menschenwürdig sein. Der Landkreis Barnim plant insgesamt 670 Flüchtlinge in einer ehemaligen Luftwaffenkaserne in einem Wald bei Ladeburg (Bernau) unterzubringen. Bereits in wenigen Monaten sollen die ersten 200 Flüchtlinge in das neue Lager einziehen. Continue reading Brandenburg: „Dschungelheim“ mitten im Wald geplant

Berlin: Menschenunwürdige Unterbringung von Asylsuchenden

Spätestens seit November 2014 befinden wird die Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden in Berlin immer miserabler: Container, Tragluft- und Turnhallen, und gänzlich obdachlos gelassene Asylsuchende. Der Flüchtlingsrat Berlin hat in den letzten Wochen die neuen Notunterkünfte besucht, mit zahlreichen Asylsuchenden, Beratungsstellen und Initiativen gesprochen und zieht nun Bilanz:

Unterbringung
Aktuell werden in Berlin von 62 Unterkünften für Asylsuchende 22 als „Notunterkünfte“ deklariert und unter Nichteinhaltung der geltenden Mindeststandards belegt, darunter Schulen, Bürogebäude, zwei Traglufthallen und sieben Turnhallen.

In den Hallen fehlt es am Allernötigsten. Bis zu 200 Menschen sind gemeinsam in einem Raum untergebracht, in manchen Hallen stehen Feldbetten ohne jeden Sichtschutz dicht an dicht. Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten gibt es nicht. Es fehlen Möglichkeiten Wäsche zu waschen und zu trocknen, es gibt oft keine Waschmaschinen. Schränke zur Aufbewahrung von Wertgegenständen, Kleidung und anderen persönlichen Gegenständen fehlen. Nur in den Traglufthallen und in einer Turnhalle wurden Schließfächer aufgestellt. Die Menschen sind in den Hallen anders als von Sozialsenator Czaja angekündigt nicht nur für wenige Tage, sondern häufig bereits seit Eröffnung der Notunterkunft, oft über Wochen und Monate untergebracht.

Weiterlesen: www.fluechtlingsrat-berlin.de

Flüchtlingsrat: Brandenburg ist bei Asylpolitik gescheitert

Potsdam – Aus Sicht des Flüchtlingsrats ist Brandenburg mit seiner Asylpolitik gescheitert. «Die Landesregierung muss endlich den menschenrechtlichen Verpflichtungen nachkommen», sagte Kay Wendel von der Organisation am Montag in Potsdam. Dies werde erschwert durch einen Streit über die Finanzierung der Unterbringung zwischen dem Land und den dafür zuständigen Kommunen. «Dieses schäbige Spiel muss endlich beendet werden.» Wendel erwartet keine Verbesserung durch den zweiten Asylgipfel der Landesregierung an diesem Freitag (27. Februar). Das Treffen sei überflüssig, weil es seit 2011 bereits ein Unterbringungskonzept gebe.
Statt beschlossene Verbesserungen umzusetzen, werde die «desaströse und konzeptionslose Unterbringungspolitik» der vergangenen Jahre fortgesetzt, kritisierte Wendel. In einem offenen Brief unterstreicht der Flüchtlingsrat zum Asylgipfel seine Forderungen. Wohlfahrtsverbände dringen auf landesweit vergleichbare Strukturen und Mindeststandards bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Weiterlesen: welt.de, 23.02.15

Jahresrückblick 2014 – Ausblick 2015

Jahr für Jahr unterstützt ‚Women in Exile‘ Flüchtlingsfrauen dabei, individuelle und kollektive Perspektiven zu entwickeln, für ihre Rechte im Asylverfahren zu streiten und sich gegen sexualisierte Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung zu verteidigen. Das bedeutet Selbstermächtigung für Flüchtlingsfrauen:

  • Wir besuchen die Sammelunterkünfte für Asylsuchende in Brandenburg, sprechen mit Frauen in den „Heimen“ und dokumentieren ihre Beschwerden.
  • Wir schildern in unserem Newsletter die Lebensbedingungen von Flüchtlingsfrauen in Deutschland.
  • Wir informieren auf unserer Homepage über aktuelle flüchtlingspolitische Ereignisse aus feministischer Perspektive und sammeln dort Infomaterial für Flüchtlingsfrauen in vielen Sprachen.

Eines der Highlights im letzten Jahr war die „Flüchtlingsfrauen-Floßtour“, eine schwimmende Demonstration, mit der Women in Exile & Friends‘ im Sommer über Flüsse und Kanäle reiste und rund 40 Städte von Nürnberg bis Berlin besuchte. Flüchtlingsfrauen aus verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligten sich und planen nun, wie sie sich vernetzen, um gegen Isolation in ihren Regionen zu kämpfen. Mehr als 30.000 Menschen, die unser Online-Logbuch (http://www.refugee-women-tour.net) besuchten, viel Aufmerksamkeit der Medien und die Vernetzung mit Gruppen, die sich für Flüchtlingsfrauen engagieren, begleiteten diese Aktion.
Weitere Highlights waren die verschiedenen Auszeichnungen unserer Arbeit: der ‚Dreikönigspreis des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, der „Clara-Zetkin-Frauenpreis“ der Partei ‚die Linke‘ und der „Taz-Panther-Publikumpreis„.

Das Jahr endete mit Herausforderungen für unsere Arbeit: Neue Gesetze, die Flüchtlinge entrechten, wurden verabschiedet und Teile der deutschen Gesellschaft demonstrieren gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland.

Auch im Jahr 2015 wird ‚Women in Exile‘ weiterhin gegen Rassismus und Ausgrenzung und für eine gerechte Gesellschaft mit gleichen Rechten für alle kämpfen.
In Brandenburg sehen wir keine Verbesserung unserer Situation -im Gegenteil: Den lokalen Behörden wird von der Landesregierung Geld zur Verfügung gestellt, mit dem sie neue Massenunterkünfte für Asylsuchende im Wald planen können. Immer noch werden wir oft mit der Unterbringung in abgelegenen Unterkünften ausgegrenzt und sind damit rassistischen Angriffen ausgeliefert. Immer noch liegt die Mindestquadratmeterzahl, die Asylsuchenden zugeteilt wird, bei 6qm pro Person. Immer noch wird uns selten die Möglichkeiten gegeben, in privaten Wohnungen zu leben wie andere Menschen auch.
Flüchtlingsfrauen leiden darunter am meisten. Denn normalerweise sind die Frauen diejenigen, die sich verantwortlich fühlen, unter solchen menschenunwürdigen Lebensbedingungen den Alltag für die ganze Familie zu organisieren.

Deshalb erneuern wir unseren Apell „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“ und werden am 7. 3. 2015 anlässlich des internationalen Frauentags unseren Protest wieder in der Landeshauptstadt Potsdam auf die Straße tragen.

Helfen Sie uns dabei!

Spendenkonto:
Women in Exile e.V.
IBAN: DE21430609671152135400
BIC: GENODEM1GLS (GLS Bank)

Brandenburg: Isolierte Massenunterkunft im Wald geplant

Pressemitteilung der “Remembering Khaled Initiative” 24/01

Am Donnerstag Nachmittag haben wir erfahren, dass die Polizei einen Mitbewohner Khaleds verdächtigt ihn umgebracht zu haben. Wir sind traurig und schockiert, aber es ist gut, dass der mutmaßliche Mörder gefunden wurde und Freunde und Verwandte von Khaled nun Bescheid wissen. Dennoch sind viele Fragen offen und wir warten auf mehr Informationen.
Weiterlesen: www.remembering-khaled.org

Press release of “Remembering Khaled” initiative 24.01

On thursday afternoon we got to know that the police suspects that a flatmate of Khaled has killed him. We are sad and shocked, but it is good that the potential murderer was found and friends and relatives of Khaled now know. But still there are many open questions and we are waiting for details to be published.

Continue reading: www.remembering-khaled.org

Wir sind… KHALID IDRIS BAHRAY

Update: Im Fall Khaled Bahray halten Opferberatungsstellen ihre Kritik an den Ermittlungsbehörden aufrecht und mahnen grundlegende Änderungen an

Siehe auch Report Mainz 27.1.: Fremdenhass in Deutschland / Wie Pegida das Land verändert

Update: Pressemitteilung der “Remembering Khaled Initiative” 24/01
Unbenannt

Khalid Idris Bahray wurde in der Nacht zwischen Montag, den 12.01. und Dienstag, den 13.01. in Dresden durch Messerstiche ermordet.
Seine Leiche wurde am Dienstag morgen im Hof des Wohnblocks gefunden, in dem er mit sieben anderen Asylsuchenden lebte.
Er war erst 20 Jahre alt und aus Eritrea nach Deutschland geflohen – in der Hoffnung hier Schutz zu finden.

Elisabeth Ngari, Sprecherin der Brandenburger Flüchtlingsfrauenselbstorganisation ‚Women in Exile‘:

„Wie lange soll Angst noch unser Leben bestimmen? Khalid Bahray musste aus Angst vor Verfolgung fliehen. Während seiner schweren Reise nach Europa musste er viele Gefahren der Reise befürchten. Angst begleitet jeden Versuch eines Grenzübertritt, auch die Angst, was passiert, wenn er gelingt. Angst vor Abschiebung, Angst davor innnerhalb der EU hin und her geschoben zu werden, Angst davor auf den Straßen Europas angegriffen zu werden… Das sind die Ängste die wir Flüchtlinge tagtäglich haben müssen.“

Wir fordern die deutschen Behörden auf, den Schutz von Flüchtlingen sicher zu stellen.
Tausende Menschen sind in den letzten Tagen und Wochen gegen ein gesellschaftliche Klima von Angst und Gewalt auf die Straße gegangen.
Wir fordern nun die deutsche Zivilgesellschaft auf, Solidarität mit uns Flüchtlingen zu zeigen und mit uns gemeinsam deutlich zu machen:
Wir sind KHALID IDRIS BAHRAY

Mehr Information auf Deutsch:
ARD 15.01.14: Wer war Khaled Bahray?
Bericht von der Demonstration in Dresden am 17.01.15
Forderungen Dresdner Refugees und Freunde von Khaled

Information in English: Killing of Eritrean refugee in Dresden exposes racial tensions in Germany
Demands of Refugees in Dresden and Friends of Khaled

Aktion gegen Lager 7.3.2015 – Save the date!

8.rzdemopotd20112_klWir tragen unseren Protest wieder auf die Straße: Am 7. 3. 2015 werden wir anlässlich des internationalen Frauentags gemeinsam mit dem autonomen Frauenzentrum Potsdam, dem Wagenplatz Schwarzer Kanal und hoffentlich vielen weiteren Frauenorganisationen, feministischen Organisationen, antirassistischen und Menschenrechtsorganisationen ein menschenwürdiges Leben für alle einfordern.

„Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“
Samstag, 7. März 2015, 14°° Potsdam
Demo (Start HBF Potsdam), anschließend Protestaktion vor dem Landtag

Details demnächst.

Wir freuen uns, wenn Sie /ihr uns dabei unterstützen/ unterstützt!