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Beurteilung des „Papierfliegerprozesses“

Das Urteil des „Papierfliegerprozess“ wurde am 03.01.2020 verkündet. Auf den Papierfliegern hatten wir Forderungen wie diese geschrieben: „Keine Lager“, in denen wir täglich mit körperlichen und sexuellen Übergriffen konfrontiert sind. Oder „stop deportations“, die in den meisten Fällen gewaltsam durchgeführt werden. https://www.frauen-in-exil.de/pm-neuer-termin-fuer-den-papierfliegerprozess/

Aus dem Urteil geht hervor, wie pretentiös das Gericht ist: Die Geldstrafe von 350 € geht an ein Frauenhaus, während es eine Versammlung geflüchteter Frauen* kriminalisiert. Von unseren Problemen und Themen wird abgelenkt. Dies zeigt, wie das System uns gegen den Rest der Gesellschaft stellt. Es lenkt von den Problemen von Flüchtlingsfrauen ab und schwächt sie, indem unsere Freiheit des Versammlungsrechts eingeschränkt wird.

Es ist ironisch, dass Geld von der Unterstützerin einer vulnerablen Gruppe genommen wird um es an eine andere vulnerable Gruppe weiterzugeben. Nur damit es so aussieht, als würden vulnerable Frauen* in dieser Gesellschaft unterstützt. Diese Papiere trugen die Botschaften unserer üblichen Forderungen und nichts weiter. Das wird in verschiedenen Medienberichten auch deutlich, wie zum Beispiel:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberg-papierflieger-prozess-urteil-1.4744005,

https://www.ardmediathek.de/br/player/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzZhMGM0NzhlLTIzZGYtNGZhOC1iZmVlLTFjOTNkNzAyY2RkYQ/

https://www.idowa.de/inhalt.deutschland-bewaehrungsstrafe-im-papierflieger-prozess.b22f7667-2bbc-4555-9a2d-75e5f380f00f.html

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/demo-vor-bamf-urteil-im-papierflieger-prozess-gefallen-1.9692205

2019 – voller Frauen*power

Liebe Freund_innen und Unterstützer_innen,

2019 war für Women in Exile wieder ein bewegtes Jahr voller Frauen* Power. Wir sind zusammen weit gegangen. Wir möchten Ihnen und Euch danken für die Begleitung, Verbundenheit, Solidarität und Unterstützung. DANKE! Nur gemeinsam konnten wir die diesjährigen Aktionen und Herausforderungen erfolgreich meistern.

Wir möchten hier nochmal auf das Jahr und unsere Highlights blicken und einen kleinen Ausblick auf 2020 mit Euch teilen.

  • Am 8. März 2019 haben wir zusammen mit vielen anderen Frauen* weltweit in Potsdam gestreikt und einen Workshop zu Feminismus aus der Perspektive von Flüchtlingsfrauen* gemacht.
  • Mit dem „Building Bridges Festival” im Sommer haben wir einen Ort geschaffen an dem über 200 Flüchtlingsfrauen* aus ganz Deutschland zusammen gekommen sind, um sich miteinander auszutauschen und zu bestärken. So haben wir unser bestehendes bundesweites Netzwerk vertieft, neue Netzwerke mit anderen solidarischen Feminist*innen geknüpft und gemeinsam Wege gesucht unsere Kämpfe zu verbinden: https://www.youtube.com/watch?v=55esoq1gt_I Obwohl der Bezirk sich stark dagegen gesträubt hat, dass wir den Oranienplatz dafür nutzen, konnten wir es am Ende als Protestcamp bei der Polizei anmelden und so den Oplatz, als historischen Ort der Flüchtlingsbewegung zurück gewinnen, aber nun auch aus einer Frauen*perspektive.
  • Zur selben Zeit begannen wir auch „Gerechtigkeit für Rita“ zu fordern. Rita Awour Ojunge war eine geflüchtete Frau, die in Hohenleipisch, einem Lager in Brandenburg, lebte und ermordet wurde. Ihre Überreste wurden im Wald, der das Lager umgibt, gefunden. Mit Demonstrationen in Potsdam, Herzberg und Hohenleipisch forderten wir nach Aufklärung ihrer Todesumstände und der Schließung des Lagers in Hohenleipisch als einen ersten Schritt alle Lager zu schließen. Ritas sterbliche Überreste wurden am 14.12.2019 endlich der Familie zur Beerdigung übergeben. Allerdings ohne Erklärung, was mit ihr passiert ist: https://www.women-in-exile.net/r-i-p-sister-rita/
  • Auch zum Thema Gesundheit für Flüchtlingsfrauen haben wir uns während des Jahres weiter ausgetauscht, gelernt und gegenseitig empowert. Speziell arbeiteten wir zu den Themen reproduktive Gesundheit und Gerechtigkeit, so wie mentale Gesundheit. Daraus ist auch der 30-minütige Dokumentarfilm ”Testimonials from the Uterus” entstanden: https://www.youtube.com/watch?v=qNMNfMWtSbE&feature=emb_title Es gab schon mehrmals öffentliche Filmvorführungen mit Diskussionen in Berlin und es erreichen uns bereits Anfragen von Organisationen aus verschiedenen Bundesländern, die zum Thema Frauengesundheit arbeiten und ihn zeigen wollen.
  • Wie jedes Jahr haben wir auch verschiedene Empowerment Workshops für Flüchtlingsfrauen zu politischen und gesundheitlichen Themen gegeben. Ebenso Workshops für Menschen, die in Solidarität mit Flüchtlingen oder zu ihren Anliegen arbeiten. Wir haben uns weiter mit der Klimagerechtigkeits-Bewegung verbunden und aufgezeigt das Klimawandel ein Fluchtgrund ist: https://www.women-in-exile.net/en/der-klimawandel-ist-ein-fluchtgrund/

Im nächsten Jahr 2020 wollen wir unseren eigenen sicheren Raum für Flüchtlingsfrauen aus Berlin-Brandenburg aufbauen: https://www.youtube.com/watch?v=YDK8dqAcG_A Um das möglich zu machen, brauchen wir Ihre/Eure Unterstützung. Wir sind dankbar über jede Form von Unterstützung oder Spende – auf unser Konto oder über betterplace: https://www.betterplace.org/de/projects/75298-wie-treffpunkt-raum

Für alle, die uns in diesem Jahr unterstützt haben und eine Spendenbescheinigungen wünschen – wenn wir bereits Ihre/Eure Adresse haben, werden wir diese Anfang des neuen Jahres an Sie/Euch verschicken. Wer uns noch keine Adresse mitgeteilt hat, schreibt uns gerne eine Mail an: info@women-in-exile.net

Im Namen aller Mitglieder von Women in Exile & Friends bedanken wir uns von ganzem Herzen für Ihre und eure Verbundenheit und Unterstützung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

Herzliche Grüße,

Women in Exile & Friends

R.I.P. Schwester Rita

Die sterblichen Überreste unserer Schwester Rita Awour Ojunge wurden endlich der Familie zur Beerdigung übergeben. Am 14. Dezember 2019 wurde sie zur Ruhe gelegt.

Rita hatte wiederholt sexuelle Belästigung gemeldet im Flüchtlingslager Hohenleipisch, in dem sie lebte. Aber es wurden keine Schritte gegen die Gewalt unternommen. Am 7. April 2019 wurde sie als vermisst gemeldet. Es dauerte fast drei Monate, bis ihre sterblichen Überreste 200 Meter entfernt vom Lager im Wald gefunden wurden. Rita war 32 Jahre alt. Sie hinterließ zwei kleine Kinder.

Women in Exile & Friends ist Teil der Familie, Freund*innen und anderen Organisationen, die wissen wollen: Warum brauchte die Polizei so lange, um die sterblichen Überreste von Rita zu finden? Wer ermordete sie? Wie sicher sind die Camps für Frauen und Kinder, wenn gemeldete sexuelle Belästigung keine Folgen hat? Warum wurde das Lager im Wald bei Hohenleipisch nicht geschlossen, obwohl die Bewohner einen offenen Brief an die Behörden geschrieben haben, in dem die Schließung gefordert wurde?!

Unser Kampf für „Gerechtigkeit für Rita“ und „Kein Lager für Frauen und Kinder, alle Lager abschaffen!“ geht weiter.

Liebe Schwester Rita: rest in power, rest in peace!

25.11.2019 Bus Tour „Justice for Rita, abolish all lagers“

On Monday 25.11 we went on a Bus Tour to Brandenburg, to ask for justice for Rita and abolish all lagers.

We started at Oranienplatz, where the solibus was waiting us. The bus was full and we had extra cars, so around 65 people started the ride at 11h towards Herzberg our first stop.

After 2h ride, we stopped in front of the Auslanderbehörde where we held the following speech, to create awareness on Rita’s unclear death, the situation of women in lagers, institucional racism, sexism and discrimination.

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Mobile reporting während des Building Bridges Festivals zum Thema Feminismus

Das Building Bridges Festival fand vom 26. bis 28. Juli 2019 in Oranienplatz statt. Es war ein Moment den Oplatz als Ort der Begegnung, Referenz für die Flüchtlingsbewegung im öffentlichen Raum und wo viele Kämpfe wurden gewonnen, zurückzunehmen.
Diesmal war es durch ein Festival, dass Frauen* die feministische Perspektive von Flüchtlingsfrauen auf Flüchtlingsfragen gebracht hat und eröffnete ein Gespräch mit anderen feministischen Gruppen darüber, wie man einen intersektionalen Feminismus aufbaut.

Das folgende Video ist Teil eines Mobile Berichts Workshops – „Mobile Reporting“, ermöglicht durch Kameradisten.org und angeboten von Rosa Luxemburg Stiftung.

Wir müssen bei der Abteilung für Migration und Afrika von Rosa Luxemburg Stiftung danken, für die finanzielle Unterstützung, die zu unserem Festival beigetragen und es uns ermöglicht hat, es zu verwirklichen.

Demo: Kein Fussbreit. Antisemitismus tötet. Rassismus tötet – rechter Terror bedroht unsere Gesellschaft.

Im Rahmen von der rechtsterroristische Anschlag in Halle am 13.10 fand eine Demo mit 8000 Teilnehmern statt. Wir hielten folgende Rede:

Wir trauern um die Opfer der rechtsextremistischen und antisemitischen Anschläge in Halle. Wir erklären uns solidarisch mit den Angehörigen und allen Betroffenen von Rassismus und Antisemitismus.
Wir sind von der Gruppe Women in Exile, einer Selbstorganisierung von geflüchteten Frauen, die sich 2002 in Brandenburg gegründet hat.

Unser politisches Ziel ist die Utopie einer gerechten Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir kämpfen dafür, dass alle Menschen, egal woher sie kommen und wohin sie gehen, die gleichen Rechte haben.

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Testimonials from the uterus: Filmvorführung + Podiumsdiskussion

Am 15.10. werden wir die Premiere unseres Films „Testimonials from the uterus„, ein Videoteil unseres Gesundheitsprojekts „Gesundheitsversorgung für alle ohne Diskriminierung„.

In dem Film berichten drei Flüchtlingsfrauen über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit ihren Gesundheitsproblemen und darüber, wie das Gesundheitssystem sie als Asylbewerberinnen* behandelt.

Auch Fachleute, die Flüchtlinge unterstützen, teilen sie die Überlegungen darüber, was es bedeutet, ein Nicht-Staatsangehöriger* zu sein um zugang zum deutschen Gesundheitssystem zu erhalten.

Nach der Vorführung des Films findet eine Podiumsdiskussion statt mit
Women in Exile, Medibüro, Komm Mit und Flüchtlingsrat Brandenburg.

Film Abend + Diskussion
Datum: 15.10.2019
Zeit: 19:00
Ort:Aquarium
Adresse: Skalitzer Str. 6
10999 Berlin

25. 11. – Gerechtigkeit für Rita am Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

International Women Space hat ein Video mit einem Interview mit Rita Awour Ojunge’s Mutter veröffentlicht.

Wir möchten alle Aktivisten und alle in Solidarität, die sich mit den Problemen der Flüchtlinge befassen, einladen, gemeinsam mit uns in einem großen Bus zu reisen von:
Oranienplatz um 10 Uhr nach Herzberg Kreisverwaltung und Hohenleipisch

Bei unserer Kundgebung am 25.11.2019, dem Internationalen Tag zur „Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“, werden wir gemeinsam vom Berliner Oranienplatz nach Herzberg Elbe-Elster fahren und die Stadtverwaltung daran erinnern, dass die Schließung des Hohenleipisch-Lagers längst überfällig ist. Anschließend werden wir ins Hohenleipisch-Lager fahren, um Solidarität mit den Flüchtlingen zu zeigen, die in diesem isolierten Lager leben.

Download flyer DE | EN

Unser Kampf für Gerechtigkeit für Rita geht weiter. Kommt also mit uns am 25. November, den Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Wir protestieren gegen Gewalt gegen geflüchtete Frauen* und fordern das Schließen des Lagers in Hohenleipisch als einen ersten Schritt alle Camps und Lager zu schließen. Seit Langem organisieren wir Aktionen und leisten Sensibilisierungsarbeit gegen sexuelle und sexualisierter Gewalt und Belästigung von geflüchteten Frauen*.

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Roma-Frau klagt gegen rassistische Angreiferin: Aufruf zur Prozessbeobachtung!

Prozessbeginn am 23.09.2019 um 9:30 Uhr im Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Raum 1/537, 10559 Berlin

Liebe Presse, bitte berichten Sie über diesen Prozess in ihren Medien und machen Sie den Termin in ihren Medien bekannt!
Am 29. März 2019 waren unsere Freundin Maria, ihr Mann und ihr Schwager in einer Berliner U- Bahn unterwegs, als sie von einer weißen deutschen Frau mit einem Messer attackiert wurden. Alle drei wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt und leiden immer noch an den körperlichen und psychischen Folgen des rassistischen Angriffs.

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Feministisches Zukunftsfestival

Am vergangenen Wochenende, vom 12. bis 14. September, wurde Women in Exile im Rahmen des Feminist Futures Festival eingeladen, einen Workshop zum Thema „Frauen, Asyl und Solidarität: Wie offen sind meine politischen Strukturen für Flüchtlingsfrauen?

Das Feminist Futures Festival war ein sehr erwartetes Ereignis in der feministischen Bewegung in Deutschland, da es das erste große Feministen Treffen seit vielen Jahren war. Mehr als 1000 Frauen* aus aller Welt kamen zum Festival, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu treffen und gemeinsam Spaß zu haben.

Unser Workshop war gut besucht, rund 80 Teilnehmer nahmen daran teil, und wir stellten drei Fragen zum Nachdenken:

Wie definiert Sie Feminismus?

Welche Barrieren / Hindernisse verhindern die gleichberechtigte Teilnahme der Menschen?

Was würden Sie ändern, um einen inklusiven Feminismus zu haben?

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