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Gerechtigkeit für Rita!

Dienstag, 27.08.19, 14:30

Kundgebung vor dem brandenburgischen Innenministerium in Potsdam-
Henning-von-Tresckow-Str. (10 Min. zu Fuß vom Hbf. Potsdam)

Am 7. April 2019 verschwand unsere Schwester Rita Awour Ojunge. Sie lässt zwei kleine Kinder zurück. Sie war 32 Jahre als, kam aus Kenia und lebte über 7 Jahre im Lager von Hohenleipisch. Drei Monate nach ihrem Verschwinden fand die Polizei ihre Überreste in der Nähe des Lagers im Wald. Es brauchte einen Anruf der Berliner Polizei, damit die Brandenburger Polizei überhaupt anfing, ernsthaft nach ihr zu suchen, obwohl ihre Freund*innen und Nachbarinnen aus dem Lager mehrfach auf ihr Verschwinden hingewiesen hatten. Bis heute wurden von offizieller Seite keine Details über ihre Todesumstände veröffentlicht.

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Der Klimawandel ist ein Fluchtgrund

Am Freitag, den 9. August, gaben Frauen im Exil einen Workshop im Climate Camp Leipzig, der vom 03.-.12.08 aus der Sicht der Flüchtlingsfrauen stattfand.  Wir teilten, wie wir den Klimawandel als einen der Fluchtgründe für die Migration sehen.  Die Gründe dafür sind vielfältig: Land- und Wasserraub, Zerstörung und Veränderung von Ökosystemen.

Arbeit und Ressourcenausbeutung sind auch Faktoren, die zum Klimawandel beitragen und das Leben der Menschen beeinflussen, was zu Migration und Flucht führt.

Es folgten Diskussionen über konkrete Beispiele für Cash Crops wie die Blumenindustrie in Kenia, die 80% des europäischen Marktes beliefert, die tropische Entwaldung in afrikanischen Ländern und die Rolle multinationaler Unternehmen.

Um unsere Kämpfe zu verbinden, zusammenzuarbeiten und Teil einer internationalen Bewegung gegen Klimagerechtigkeit zu sein, haben wir nach Antworten auf die Frage gesucht, welche praktischen Schritte die Klimabewegungen in Solidarität mit den afrikanischen Ländern berücksichtigen sollten.

Ein Teil der Forderung an das Leipziger Klimacamp lautete: „Der Kampf für Klimagerechtigkeit kann nicht geführt werden, ohne Rassismus und Faschismus zurückzudrängen. Daher wird der Schwerpunkt des diesjährigen Klimacamps auf Antirassismus und Anti-Faschismus liegen“. 

Kurz film

Eröffnungsrede – Building Bridges Festival

Wir, Women in Exile & Friends aus Berlin-Brandenburg, heißen euch alle herzlich willkommen Zu unserem “Brücken Bauen” Festival. Wir begrüßen euch gemeinsam mit unseren Schwestern von “Stimme der Frauen” aus Magdeburg, FLIT Solidarity Africa aus München, “Frauen in Aktion” aus Göttingen , NINA aus Hamburg, Aktivistinnen aus Halle, Nürnberg, Kiel, Mecklenburg Vorpommern, Sachsen-Anhalt und weiteren Flüchtlingsfrauen aus ganz Deutschland. Herzlich Willkommen!

Das Festival wird für die nächsten drei Tage hier auf dem Oranienplatz stattfinden, einem Platz, der für die Geschichte der selbstorganisierten Flüchtlingsbewegung in Deutschland sehr wichtig ist. Wie einige von euch vielleicht wissen, gingen Flüchtlinge 2012, also vor 7 Jahren, zu Fuß von Bayern nach Berlin und bauten genau hier ein Protestcamp auf gegen die Unterdrückung von Geflüchteten in Deutschland.

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Programm des Festivals

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Letzte INFOS Building Bridges Festival 26.-28.07

Morgen Mittag ab 12 Uhr startet das Building Bridges Festival , wir sind
aufgeregt und freuen uns sehr auf euch!
Bis jetzt haben über 150 Frauen und 60 Kinder sich offiziell angemeldet
und wir erwarten noch mehr….

Zur Anreise:
Das Festival findet auf dem “Oranienplatz” 10999 Berlin statt.
Von Berlin Hauptbahnhof nehmt die Sbahn bis Janowitzbrücke , dann in die
Ubahn 8 zu Moritzplatz. Von dort sind es 5 min  zu Fuß (im Anhang auch
ein Stadtplan).
Wenn ihr ankommt, meldet Euch bitte am Info-Point, dort bekommt ihr alle
weiteren Infos zur Anmeldung, zu Essen, Schafplätzen und dem Festival.

Wir suchen noch nach Leuten, die uns bei Farsi Übersetzung helfen
können, wenn du das kannst, sag bitte beim Info-Point Bescheid.

Für alle weiteren Fragen, ist das hier die Nummer von unserem Info
Telephone: 01521 6663446 (auch whatsApp)

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, bringt bitte Bettbezüge mit.

Wir freuen uns euch alle zu sehen!

Euer Building Bridges Orga Team

PM: “Brücken Bauen”-Festival: Ein Protestcamp von geflüchteten Frauen* am Oranienplatz

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Pressekonferenz anlässlich des
"Brücken Bauen"-Festivals am 25.07.2019 um 10:30 im Aquarium, Skalitzer
Straße 6 10999 Berlin

Nach Schwierigkeiten, eine Genehmigung für unser Protestcamp zu bekommen, das in Form eines Festivals vom 26.-28.07. auf dem Oranienplatz stattfinden wird, haben uns die Kreuzberger Behörden endlich die Erlaubnis erteilt. Es ist bedauernswert, dass wir von einer Kreuzberger Politiker*in der Grünen nicht unterstützt wurden, obwohl die Polizei und schon die Genehmigung für eine Kundgebung erteilt hatte. Dass wir nun die Erlaubnis haben, ist dem Einsatz von Women in Exile and Friends, Gruppen, einzelnen Unterstützer*innen und einigen Nachbar*innen zu verdanken.

Diese Mühen waren keine Überraschung in Anbetracht der neuen Asylgesetze, die kürzlich veranschiedet wurden. Der Oranienplatz ist seit 2012 ein Symbol des Widerstandes, als die Flüchtlingsbewegung durch ganz Deutschland marschierte; wir liefen damals von Potsdam bis zum Oranienplatz mir. Wir liefen zusammen, waren Teil der Demonstrationen, Treffen und Workshops. Zu jener Zeit war die feministische Perspektive nicht sehr präsent, aber jetzt kommen wir zurück, um die Situation von geflüchteten Frauen* und ihren Kämpfen sichtbar zu machen.

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Für Rita, unsere Schwester: R.I.P!

Die Geflüchteten im Flüchtlingsheim Hohenleipisch (Landkreis Elbe-Elster), das von der Firma “Human Care” betrieben wird, sind schockiert, wütend und enttäuscht. Eine Kenianerin, die dort einige Jahre gelebt hatte, verschwand vor über zwei Monaten.

Nach all dieser Zeit wurden nun im Gebüsch ihre menschlichen Überreste gefunden, genau in der Gegend, in der die Polizei angeblich die ganze Zeit nach ihr gesucht hatte. Wieder zeigen sich ganz deutlich die Vernachlässigung und der Rassismus, die von den Geflüchteten schon so viele Jahre lang angeprangert werden, bisher aber auf taube Ohren stießen. Ohne Zweifel wird deutlich, wie unsicher und gefährlich das sogenannte „Wohnheim“ von “Human Care” ist, vor allem für Frauen* und Kinder.

Wir müssen auf betrachten, dass Rita unter vom Gelände verschwinden konnte, obwohl es dort Securities gibt, die eigentlich die Menschen, die dort leben, beschützen sollen. Das Heim befindet sich inmitten eines Waldes, ohne Nachbar*innen in der Gegend. Dadurch ist es sehr einfach für Kriminelle, unbemerkt Straftaten zu begehen. Wir fordern, dass dieses Heim mit sofortiger Wirkung geschlossen wird und alle Bewohner*innen umverteilt werden.

Dieser Ort sind nicht sicher für Menschen, um dort zu leben! Die Lokalzeitung hatte auch über das Thema berichtet:
https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/hohenleipisch-skelettfund-ist-gesuchte-kenianerin_aid-39655851

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Stress, Depression und Trauma – Psychologische Gesundheit für Flüchtlingsfrauen

Unser letztes Gesundheits-Seminar wurde von zwei Psychologinnen von KommMit e.V. geleitet, die psycho-soziale Beratung für Flüchtlinge in Berlin/Brandenburg anbieten.

Wir haben gelernt, wie verschiedene Ereignisse und unser Erleben von äußeren Dingen, die psychologische Verfassung von Menschen, d.h. die Gedanken, Gefühle und Verhalten, beeinflussen. Speziell für Flüchtlinge beginnen diese Ereignisse in den Herkunftsländern, werden durch die Fluchtroute und vor allem die Lebenssituation nach ihrer Ankunft in Deutschland beeinflusst. Es gibt so viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Psyche haben: das Asylverfahren, Wohnen, Zugang zu Unterstützung, Soziales Umfeld, Diskriminierung, uvm.

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