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Amnestie jetzt und für alle!

Newsletter #16

Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes verpflichtet den Staat, die Würde aller Menschen zu respektieren und zu schützen, Artikel 2 spricht von persönlicher Freiheit, Artikel 3 von Gleichheit vor dem Gesetz, Artikel 4 von Religions- und Gewissensfreiheit. Den70. Jahrestag des in Kraft Tretens nehmen wir zum Anlass, eine Bleiberechtsamnestie zu fordern. Solche eine Amnestie wäre ein Schritt in Richtung einer Politik, die die Ansprüche des Grundgesetzes ernst nimmt.

Zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes werden dieses Jahr staatliche Feierlichkeiten stattfinden. Leider haben nicht alle Menschen, die in Deutschland leben, das Privileg, hier etwas zu feiern oder sind Teil dieses Happenings. Tatsächlich sind sich viele Menschen, darunter Flüchtlinge, die von einer konsequenten Umsetzung des Grundgesetzes, das angeblich alle ohne Diskriminierung beschützen soll, gar nicht über ihre Rechte bewusst.

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Brücken Bauen Festival – 26.-28.07.2019

Newsletter #16

In den letzten Jahren haben wir uns darauf konzentriert, äußere und innere Grenzen zu brechen. Nun wollen wir Brücken zwischen den Unterschiedlichen bauen. Das Festival findet auf dem von der Flüchtlingsbewegung bekannten Oranienplatz statt. Es war der Ankunftsort nach einem Marsch durch ganz Deutschland, um gegen Residenzpflicht, Lager, Deportationen und für das Recht zu bleiben, zu studieren und zu arbeiten. Zu dieser Zeit wurden einige Erfolge erzielt. Aber jetzt ist die Residenzpflicht zurück, die Abschiebungen sind massiv, es gibt neue Polizeigesetze, die racial profiling verwenden, oder AnKER-Zentren, die einen stärkeren Verlust von Rechten und schlechtere Lebensbedingungen bedeuten und damit Generationen traumatisieren.

Wir kommen als Gruppe geflüchteter Frauen an den Oplatz zurück, um ein Bewusstsein für die sich verschlechternde Situation zu schaffen, die wir in den Lagern erleben. Wir wollen den strukturellen Rassismus sichtbar machen und Brücken zu anderen nicht geflüchteten Frauen schlagen. Wir glauben, um Brücken bauen zu können, müssen wir uns unserer Unterschiede bewusst sein und sie respektieren.

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Gesundheitstribunal – Zeugnisse über und Anklagen gegen Lager

Newsletter #16

Wir (Women in Exile and Friends) sind Teil einiger Gruppen und Einzelpersonen, die sich zusammengefunden haben, um eine öffentliche Anhörung im Rahmen des “Permanent Peoples´ Tribunal” zu planen, das 1980 in Bologna eingerichtet wurde.*1
Unser Focus liegt auf Gesundheit(Auswirkungen) und dem Ansatz, aus
Gesundheitsperspektive auf das Thema Menschenrechtsverletzungen zu schauen. Gesundheit ist etwas, mit dem jeder etwas verbindet.

Durch unser Bündnis wollen wir als Flüchtlings-Selbstorganisationen und Solidaritäts- Gruppen gemeinsam kämpfen. Die verschiedenen Gruppen arbeiten mit Flüchtlingen und Migrantinnen auf professioneller und/oder aktivistischer Ebene, wie z.B. IPNNW, Boderline Europe, Medibüro, Respect, International Women Space und Ärztinnen. Unsere öffentliche Anhörung wird wahrscheinlich Anfang 2020 stattfinden und wird die Diskriminierung im Gesundheitsbereich in Deutschland anprangern. Während des Tribunals wollen wir durch Zeuginnenberichte und Anklagereden aufzeigen, wie in Deutschland Gesundheitsprobleme mit den sozialen und politischen Bereich verflochten sind.

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Interview: „Leben mit Gebärmutterhalskrebs“

Newsletter #16

Ich heiße Margrit und kam vor einigen Jahren als Asylsuchende nach Deutschland. In Eisenhüttenstadt stellte ich meinen Asylantrag. Während meiner Zeit in Eissenhüttensadt teilte ich ein Zimmer mit anderen Asylsuchenden aus verschiedenen Ländern. Bevor ich ins nächste Lager verlegt wurde, begannen die körperlichen Komplikationen.

Es verstörte mich nicht allzu sehr, da ich dachte, es könnte mit dem Klimawechsel, dem Essen und der stressigen Situation der Asylantragstellung zusammenhängen. Ich dachte, diese körperlichen Schwierigkeiten und Veränderungen hätten ihren Grund darin, dass ich gerade erst in diesem Land angekommen war und würden verschwinden, sobald ich mich daran gewöhnt hatte.

Der Schmerz nahm zu und ich musste die Hilfe eines Arztes suchen. Ich war schockiert, als er Gebärmutterhalskrebs diagnostizierte und konnte diese bittere Wahrheit, die mich da gegenüberstand nicht fassen; ich wurde traumatisiert und depressiv. Meinen Kräften und Hoffnungen wurde ein Dämpfer verpasst, damit hatte ich nicht gerechnet. Als Flüchtling in einem neuen Land  war es schwierig, herauszufinden, wie mein Leben nun sein würde.

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